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Europaquiz

Wallenhorster Realschüler glänzen mit Europawissen

Europa macht Schule

Die Zehntklässler der Realschule Wallenhorst glänzten beim Europa-Quiz des Vereins Bürger Europas. mit ihrem Wissen über die EU.

Themen wie der „Brexit“ und die Flüchtlingskrise in Europa beherrschen die Medien seit Monaten. „Doch Europa ist viel mehr als das und längst im Alltag der Bürger verankert. Und genau möchten wir als gemeinnützige Verein in unserem Europa-Wissensquiz vorstellen“, erklärt Vereinsmitglied und Moderator Christoph Krakowiak. 90 Minuten stellte er das Wissen der Realschüler auf die Probe. (Weiterlesen: Starke Schulen)

Wer wird Europameister?

Unter dem Motto „Wer wird Europameister?“ fragte er in mehreren Quizrunden verschiedene Inhalte aus acht unterschiedlichen Themenbereichen ab. Darunter: „Niedersachsen und Europa“, „EU und ihre Bürger“ oder „Europa in der Welt“. Zu jeder Frage gab es drei verschiedene Antwortmöglichkeiten. Mithilfe eines interaktiven Abstimmungssystems wählten die Schüler die ihrer Meinung nach richtige Antwort. Ein Säulendiagramm zeigte das Abstimmungsergebnis. Karkowiak erklärte im Anschluss die richtige Antwort. Neues rund um Europa und europäische Politik erfuhren die Jugendlichen dabei. Vieles wussten sie aber auch schon aus dem Unterricht. So diente der Vormittag dazu, das Wissen zu testen und zu vertiefen.

Europäisches Bürgerbewusstsein prägen

„Mit dieser Aktionen möchten wir den Prozess der europäischen Integration durch aktiven Bürgerdialog begleitet und zur Ausprägung eines europäischen Bürgerbewusstseins sowie einer aktiven und demokratischen Zivilgesellschaft in Deutschland beitragen“, sagte Kowiak.

Quelle: NOZ vom 23.05.2017

 

Besuch beim Landrat

Landrat informiert sich über „Starke Schule“

Mit eigenen Schwerpunkten landesweit erfolgreich

Vertreter von Realschule Wallenhorst, der Oberschule am Roten Berg sowie der Gemeinden Wallenhorst und Hasbergen stellten jetzt Landrat Michael Lübbersmann Konzepte vor, die im Rahmen des Wettbewerbs „Starke Schule“ ausgezeichnet worden waren. Foto: Landkreis/Henning Müller-Detert

Doppelerfolg für den Schulstandort Landkreis Osnabrück: Die Realschule Wallenhorst und die Oberschule Am Roten Berg Hasbergen gehören – wie berichtet – zu den Preisträgern des bundesweiten Wettbewerbs „Starke Schule – Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“. Die Schulen belegten in Niedersachsen Platz 3 (Wallenhorst) und Platz 5 (Hasbergen) – unter mehr als 500 Schulen, die aus dem Bundesland teilgenommen hatten. Jetzt stellten Vertreter der Schulen und Gemeinden ihre Konzepte Landrat Michael Lübbersmann vor.

Die Präsentation verdeutlichte, dass beide Schulen erfolgreich eigene Schwerpunkte gesetzt haben. Lübbersmann betonte, dass auch andere Schulen von den Konzepten der Realschule Wallenhorst als auch der Schule Am Roten Berg profitieren könnten. Zudem sagte der Landrat den beiden Preisträgern als zusätzliches Dankeschön jeweils 500 Euro zu.

Die Schulleiter Stefan Schmidt (Wallenhorst) und Thorsten Peters (Hasbergen) stellten die Konzepte ihrer Schulen vor – und wurden dabei von Schülern begleitet, die von ihren Erfahrungen berichteten. Zudem nahmen die Bürgermeister Otto Steinkamp (Wallenhorst) und Holger Elixmann (Hasbergen) an dem Termin teil.

Schwerpunkte der Realschule Wallenhorst sind die Profilwoche mit ihrem engen Praxisbezug als auch die Lernlisten für die Hauptfächer Deutsch, Mathematik und Englisch. Anhand dieser Listen wissen die Schüler nicht nur ihren individuellen Lernstand, auch die Eltern sind stets auf dem Laufenden, um gegebenenfalls ihre Kinder gezielt unterstützen zu können.

In der Oberschule Am Roten Berg hat sich der Runde Tisch etabliert, der einen engen Austausch von Kollegium, Eltern, Gemeinde und Unternehmen ermöglicht. Durch die engen Kontakte konnten zunehmend Schüler direkt in die Ausbildung vermittelt werden. „Es engagieren sich immer mehr Unternehmen, weil sie festgestellt haben, dass Bildung etwas kostet“, sagte Peters. Beide Schulleiter unterstrichen zudem, dass gerade dem engen Kontakt zu den Eltern eine große Bedeutung zukomme.

Quelle: Landkreis Osnabrück

 

Interview Starke Schule

Das Interview als pdf gibt es hier -->

Herr Schmidt, Sie haben es in einem Wettbewerb mit rund 500 Teilnehmern unter die ersten Drei geschafft. Gibt es dafür ein Erfolgsrezept?

Ich denke Ja. Entscheidend ist ein starkes Team in der Schule, das sich gemeinsam auf den Weg macht, kontinuierlich etwas Neues zu entwickeln. Das hört sich einfach an, ist es aber nicht, weil es fast immer unterschiedliche Strömungen gibt, die in verschiedene Richtungen ziehen. Die Kunst besteht darin, das große Ziel der Entwicklung im Blick zu behalten. Dafür sind klare Strukturen hilfreich. Konkret bedeutet das bei uns: Wir haben für die Schulentwicklung eine Steuergruppe eingerichtet. Diese überlegt, welche Ziele anstehen und umgesetzt werden sollen. Außerdem muss im gesamten Kollegium ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass jeder an diesen Zielen mitarbeiten muss. Allen muss klar sein: Wir sind eine Schule und müssen diese Themen voranbringen. Wer in diesem Punkt nur auf Vorgaben des Kultusministeriums wartet, wartet wahrscheinlich zu lange.

 

Ausgezeichnet wurde die Realschule Wallenhorst für ihre transparente Vorgehensweise bei der Lernentwicklung und Berufsorientierung. Was ist damit gemeint und wie wird es umgesetzt?

Wir versuchen die Maßnahmen zur Berufsorientierung transparent zu machen, indem wir mit jedem Schüler konsequent einen Berufswahlordner anlegen, in dem alle Stationen dokumentiert werden, die er ab Klasse 8 im Bereich der Berufsorientierung absolviert hat.
Im Bereich der Lernentwicklung arbeiten wir in den letzten beiden Jahren intensiv an und mit Kompetenzrastern und Lernlisten. Lernen ist ein individueller Vorgang: Der Schüler muss wissen, das kann ich hier lernen, da stehe ich momentan und das ist mein nächster Lernschritt. In den Lernlisten sind die Themen einer Lerneinheit übersichtlich aufgeführt mit Beispiel- und weiterführenden Aufgaben. Außerdem wird der individuelle Lernstand immer wieder von Schülern und Lehrern eingeschätzt. Diese Listen sind auch für die Eltern einsehbar, so dass diese immer wissen, was insbesondere in den Langfächern erwartet wird.

Bewertet wurde von der Jury auch, ob alle Jugendlichen entsprechend ihren Stärken gefördert werden, die Schulen also nicht nur Lern-, sondern auch Lebensorte sind. Auch hier konnten Sie punkten. Wie gelingt Ihnen das?

Berufsorientierung ist auch immer eine Orientierung auf das Leben. Wir wollen die Schüler als Person weiterentwickeln, indem wir ihnen Stück für Stück immer mehr Verantwortung übergeben. Wir haben ganz viele Dienste und soziale Projekte in der Schule installiert, seien es die Pausenaufsicht, der Schülerlotsen-, Schulsanitäts-, Konfliktlotsen-, Hausaufgabenbetreuungs- oder Brötchendienst. Bei einigen Diensten erwarten wir auch, dass die Schüler diese Dienste für sich und ihre Schule übernehmen – das geht schon etwas über das Freiwillige hinaus. Zudem haben wir in jedem Jahrgang je eine besondere Woche eingerichtet: Kennenlernfahrt, Klassenfahrten, Sprachenprojekt, Jugendgemeinschaftstage und Profilwoche.

Wie reagieren die Schüler auf ihren berufsbezogenen Unterricht?

Die Schüler finden die berufsorientierenden Maßnahmen überwiegend super. Meist ist mit der Maßnahme ja auch ein anderer Lernort verbunden. Das macht die Schüler einerseits neugierig und bedeutet Abwechslung, hat andererseits aber einen pädagogischen Sinn: Die Lernorte stellen einen intensiven Praxisbezug her. Wenn die Schüler entscheiden dürften, würden sie bestimmt noch mehr solche Maßnahmen durchführen. In diesem Zusammenhang sind uns aber auch Grenzen gesetzt, schließlich bereiten wir einen großen Teil unserer Schüler auch auf ein Fach- oder allgemeines Abitur vor und benötigen die Unterrichtsstunden.

Nochmal zurück zum Wettbewerb. Aus welchen Gründen haben Sie sich überhaupt für eine Teilnahme entschieden?

Wir sind im Juni vergangenen Jahres in das Exzellenz-Netzwerk „MINT-Schule Niedersachsen“ aufgenommen worden und haben uns bei der Bewerbung stark auf die naturwissenschaftlich-technischen Fächer konzentriert. Kollegen haben darauf hingewiesen, dass wir traditionell auch in anderen Bereichen wie eben der Berufsorientierung oder dem sozialen Lernen stark aufgestellt sind. Deswegen haben wir uns entschlossen, unser Schulprofil in Gänze vorzustellen und damit zu sagen, dass wir insgesamt eine starke Schule sind.

Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 2000 Euro verbunden. Wofür wollen Sie die Summe verwenden und wie profitiert die Realschule außerdem?

Das Geld möchten wir an die Schulgemeinschaft zurückgeben. Die Realschule hat im kommenden Schuljahr ihr 40-jähriges Jubiläum. Wir möchten daher den Betrag für verschiedene Veranstaltungen rund um das Schuljubiläum verwenden.
Wie wir im Netzwerk der „Starken Schulen“ von der Auszeichnung profitieren werden, wissen wir eigentlich noch gar nicht. Wir hoffen natürlich, dass wir das öffentlichkeitswirksam in dem Maße nutzen können, dass eine eventuell aufkeimende Schulstrukturdiskussion entbehrlich wird. Auf jeden Fall haben wir über das Netzwerk nun die Möglichkeit, uns mit anderen ausgezeichneten Schulen über deren Besonderheiten und Stärken auszutauschen.

Foto: Elvira Parton - NOZ

Info:

Das Berufsorientierungskonzept der Realschule Wallenhorst ist sehr vielfältig und umfänglich. Einige Eckpfeiler: Die spezifische Berufsorientierung beginnt in der achten Klasse mit einem Kompetenzfeststellungsverfahren, über dessen Ergebnis jeder Schüler eine detaillierte Auswertung erhält. Daran anschließend nehmen die Schüler an der Maßnahme BORS (Berufsorientierung an Realschulen) der BBS Bersenbrück teil: Jeden Tag bekommen die Schüler einen Einblick in ein anderes Berufsbild. Außerdem startet in der achten Klasse der Wirtschaftsunterricht, der die theoretischen Grundlagen legt.

Am Ende der 8. Klasse entscheiden sich die Jugendlichen auf Grundlage ihrer bisherigen Erfahrungen und der Kompetenzanalyse für ein Profilfach in den Bereichen Gesundheit und Soziales, Technik oder Sprachen.

In Klasse 9 folgt auf Betriebspraktikum und Sozialpraktikum eine berufsorientierende Woche auf Basis der gewählten Profilfächer bei verschiedenen Kooperationspartnern wie zum Beispiel der VW-Produktionsstätte in Osnabrück, dem Unternehmen Koch, den Berufsbildenden Schulen an der Brinkstraße und Haste, den Ameos-Kliniken, der Völkerschule oder der Sprachschule Eilert.

Außerdem werden Bewerbungstechniken oder Verhalten im Vorstellungsgespräch in einem von einer Personalfirma durchgeführten einwöchigen Bewerbertraining geschult. Zusätzlich ist regelmäßig der Berufsberater der Agentur für Arbeit in der Schule. Schüler, die weitere Unterstützung benötigen, können durch eine externe Beraterin gecoacht werden. Betriebsbesichtigungen, Berufsbilderkundungen und andere ergänzende Maßnahmen vervollständigen das Konzept.

Das Interview hat Christina Halbach geführt. Es wurde in Teilen am 01.03.2017 in der NOZ veröffentlicht.

 

 

 

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