Handyverbot

Studie: Bessere Leistungen an Schulen mit Handyverbot

Vor allem Schwache profitieren. Neue wissenschaftliche Untersuchungen unterstützen die Forderung nach einem Handyverbot an Schulen: Britische Forscher haben herausgefunden, dass 16-jährige Schüler an Schulen, an denen es ein solches Handyverbot gibt, im Durchschnitt um 6,4 Prozent bessere Leistungen bringen.

Wie das Technikportal Winfuture berichtet, zeigte sich außerdem, dass ein Handy-Verbot vor allem die Ergebnisse jener Schüler verbessert, die aus einer unteren sozialen Schicht kommen. Die Wissenschaftler sehen darin einen Hinweis, dass ein Handyverbot an Schulen dazu beitragen könnte, Schüler aus sozial schwachen Schichten zu fördern.

Für ihre Untersuchung haben die Autoren der Studie, Louis-Philippe Beland und Richard Murphy von der London School of Economics, verschiedene Daten aus Großbritannien ausgewertet. Direkt erhoben wurden diese unter anderem an Schulen in Birmingham, London, Leicester und Manchester. Hinzu kamen Informationen aus der National Pupil Database (NPD) seit dem Jahr 2001, in der Leistungsdaten über längere Zeiträume gesammelt werden und die auch administrative Regelungen an einzelnen Bildungseinrichtungen erfasst.
In vielen Ländern sind Handys und Smartphones an Schulen umstritten: In Deutschland hat das private Internat Salem in Baden-Württemberg 2014 ein umfangreiches Verbot eingeführt. Die Eltern sollen davon begeistert sein.

Das niedersächsische Kultusministerium sieht dagegen keine Notwendigkeit für ein generelles Verbot, das den Schülerinnen und Schülern bereits die Mitnahme von Mobiltelefonen in die Schule untersagen würde. „Wir haben Vertrauen in Schulleitungen und Lehrkräfte, dass sie nach Abwägung der Situation vor Ort sinnvolle und vernünftige Entscheidungen treffen“, betonte die Pressesprecherin der Ministeriums Susanne Schrammar im Gespräch mit unserer Redaktion.

Die Schulen hätten aber die Möglichkeit, ein Handy-Verbot im Rahmen eines individuellen Sicherheitskonzepts oder in begründeten Einzelfällen per Einzelanweisung auszusprechen. Dabei könne sich eine solche Untersagung auch auf Zeiten außerhalb des Unterrichts erstrecken, zum Beispiel wenn es aufgrund der Handy-Nutzung zu einer Störung des Schulfriedens komme. Dies kann, so die Pressesprecherin, insbesondere dann der Fall sein, wenn mit dem Handy unerlaubt Personen abgelichtet oder gefilmt würden.
Darüber hinaus könne per Schulordnung ein Nutzungsverbot von Handys während des Unterrichts geregelt werden, erläutert die Sprecherin. Zuständig für eine solche Regelung wäre nach § 34 Abs. 2 Nr. 2 des NSchG die Gesamtkonferenz an der jeweiligen Schule. Eine entsprechende Regelung könne zum Beispiel vorsehen, dass während des Unterrichts Mobiltelefone nicht genutzt werden dürften und auszuschalten seien. „Besteht ein solches Verbot und wird dagegen verstoßen, kann das Telefon vorübergehend eingezogen werden“, betont die Sprecherin.

Quelle: NOZ vom 19.05.2014

Spendenübergabe

Foto: Der Sparkassen-Vorstandsvorsitzende Johannes Hartig (r.) und JürgenWuttke, Leiter der Sparkassen-Marktdirektion Belm-Wallenhorst, überreichten den Förderscheck an Schüler der Realschule Wallenmhorst. (Lintel-Foto)

Osnabrück (jel) – Gute Nachrichten für 75 Schulen aus Stadt und Land Osnabrück: Sie werden von der Sparkasse Osnabrück mit Beträgen zwischen 400 und 2000 Euro für Projekte aus dem Bereich „Wirtschaftserziehung“ gefördert. Für diesen Förderschwerpunkt ist dieses Jahr das Geld aus dem Zweckertrag der Lotterie „Sparen+Gewinnen“ der Sparkasse Osnabrück bestimmt. Nachdem in den Vorjahren Projekte und Vorhaben aus dem Bereich „Gesundheitsvorsorge“ und aus dem „MINT“-Fächerkanon (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) aus der auch als „PS-Sparen“ bekannten Lotterie gefördert wurden, schüttet die Spar kasse diesmal insgesamt 55 000 Euro für Wirt schaftserziehung an die Schulen aus. Die Förderzwecke, die meist jährlich wechseln, werden vom Pädagogischen Beirat des Finanzinstituts empfohlen, einem Gremium, dem Lehrer und Rektoren aus der Region angehören. Johannes Hartig, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Osnabrück, überreichte jetzt an der Realschule Wallenhorst einen Scheck über die Gesamtsumme an Schüler aus der 9. Jahrgangsstufe, die sich zuletzt in einer berufsorientierten Profilwoche mit Fragen nach der Wahl eines Arbeitsplatzes beschäftigt hatten, wobei auch wirtschaftsnahe Themen eine Rolle spielten. Hartig wies darauf hin, dass Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge von der Eröffnung des ersten eigenen Kontos bis zur Altersvorsorge eine wichtige Rolle spielt. Es sei sehr wichtig, dass junge Leute sich mit wirtschaftlichen Zusammenhängen auskennen, damit sie als Verb raucher die richtigen Entscheidungen treffen. „Wir glauben, dass Wirtschaftserziehung ein ganz wichtiges Thema ist, dass in den Lehrplänen vielleicht noch nicht genug Berücksichtigung findet“, sagte Hartig. Die 75 Schulen, die jetzt gefördert werden, haben sich mit Projekten von der Gründung von Schülerfirmen bis zur Anschaffung von Euro-Geld für Demonstrationszwecke bei der Sparkasse beworben. Hartig zeigte sich überzeugt, dass die Schulförderung „gut investiertes Geld“ ist. Die Sparkasse habe in den vergangenen 25 Jahren fast 1,5 Mio. Euro aus dem PS-Sparen für Schulprojekte ausgeschüttet.

Quelle: ON am Sonntag, 22.03.2015

Profilwoche

Mit Sicherheit in die Berufswelt starten

Profilwoche an der Realschule Wallenhorst

Einen Überblick über aktuelle Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten durften sich die Neuntklässler der Realschule Wallenhorst machen. Im Zuge der schuleigenen Profilwoche besuchten die Schüler Berufs- und Fachschulen sowie Betriebe der Region.

Das Osnabrücker Logistikunternehmen Koch International lernten die Schülerinnen und Schüler des Profils Sprache (Französisch) kennen. Einen Vormittag lang erfuhren die Jugendlichen viele Details zu den unterschiedlichen Ausbildungsangeboten und den weltweiten Auftraggebern des Unternehmens. Auch durften sie einigen Mitarbeitern für Speditions- und Logistikdienstleistungen während der Arbeit über die Schultern schauen. Neben ihrem Berufsalltag erklärten sie den Schülern, wie wichtig Fremdsprachen in international agierenden Unternehmen sind.

"Es ist sehr interessant zu sehen, welche Berufe man hier ergreifen kann", meinte die 14-jährige Stefanie Heckmann. Zwar wolle sie selber nach ihrem Realschulabschluss eine weiterführende Schule besuchen, aber der Einblick in das Logistikunternehmen Koch habe sie beeindruckt. "Es gibt uns Schülern eine gewisse Sicherheit, wenn wir wissen, wie es in der Berufswelt aussieht", erklärte sie. Die ganze Woche habe ihr viel gebracht.

"Die Profilwoche gehört zur Berufsorientierung im 9. Jahrgang", erklärte Schulleiter Stefan Schmidt das Konzept. Dafür kooperiere die Realschule Wallenhorst mit Berufs- und Fachschulen sowie mit verschiedenen Betrieben aus der Region. Ziel sei es, den Schülern tiefere Praxiseinblicke in die jeweiligen Berufsfelder in den Profilen "Sprachen", "Gesundheit und Soziales" und "Technik" zu ermöglichen. Dazu habe man in diesem Jahr zum zweiten Mal mit den Kooperationspartnern die Profilwoche auf die Beine gestellt.

"Mir ist es wichtig, dass sich die jungen Menschen nicht nur schulisch mit ihren Profilen befassen, sondern auch sehen, wozu sie ihre Schwerpunkte im Berufsleben nutzen können", so Schmidt.

Quelle: NOZ vom 11.03.2015, Fotos: Jessica von den Benken

 

Die folgenden Schulen und Betriebe haben als Kooperationspartner teilgenommen:

  • Profil Sprachen: Sprachschule Eilert, Koch International
  • Profil Gesundheit und Soziales: Ameos Klinikum Osnabrück, Berufsbildende Schule Haste, Völkerschule Osnabrück
  • Profil Technik: Berufsbildende Schule Brinkstraße

Redweik

Popmusiker startet Schulaktion in Osnabrück und Wallenhorst

 

Schüler begeistert, Lehrer beeindruckt, Künstler entzückt – viel besser geht es eigentlich nicht: Der deutsche Pop- und Rockmusiker Robert Redweik war zwei Vormittage zu Gast in der Realschule Wallenhorst und in der Domschule Osnabrück, um zu musizieren, zu informieren und auf seine ganz spezielle Art zu unterrichten.

Die beiden Schulen waren die Premieren-Schauplätze einer etwas anderen Tour des Künstlers. Nach Wallenhorst und Osnabrück will Robert Redweik noch bis zum 17. April deutschlandweit weitere Schulen besuchen, um seine Aktion „Music for action“ zu präsentieren – in Kooperation mit Vertreterinnen des Kinderhilfswerks Plan International Deutschland und der dazugehörigen Jugendgruppe „Plan Action“.

Für einen Musiker sind derartige schulische Ausflüge keineswegs alltäglich. Und so musste Robert Redweik nach jeweils drei Doppelstunden in Wallenhorst (mit Siebtklässlern) und Osnabrück (mit Schülern aus den Klassen sieben bis zehn) auch erst einmal tief durchatmen: „Das war ein tolles und gelungenes Experiment.“

Wie findet man sich als Band?

Die Zutaten und Fragestellungen dieses Experiments: Wie findet man sich als Band? Was muss man alles tun, um professionell Musik zu machen? Reicht Talent allein aus? Welche Aufgabenverteilung herrscht hinter den Kulissen? Und vor allem eine ganz zentrale Frage: Wie werde ich überhaupt ein Popstar? Robert Redweik gab den Schülern Antworten und machte schnell deutlich, dass ein Sieg bei einer Casting-Show wie „Deutschland sucht den Superstar“ oder „The Voice of Germany“ vielleicht erstrebenswert sei, aber: „Was ist aus all den Siegern dieser Shows geworden?“, fragte der 31-Jährige provokant in den Klassenraum. Es gehöre schon viel mehr dazu, um dauerhaft in der manchmal als Haifischbecken verschrienen Branche Fuß zu fassen. Sein vereinfacht ausgedrücktes Rezept: „Songs, Songs, Songs.“ Immer wieder musikalisch abliefern. Langer Atem und etwas Glück könnten ebenfalls nicht schaden.

Es wurde nicht nur Theorie „gepaukt“

Apropos Songs. Es wurde nicht nur Theorie „gepaukt“. Robert Redweik präsentierte den Schülern live und akustisch seinen im vergangenen Jahr veröffentlichten Song „Zeit zu leben“. Der Künstler zeigte anhand dieses Liedes auf, wie sich Akustik- und Studioversion unterscheiden, wie sich ein klassischer Popsong überhaupt zusammensetzt. Robert Redweik schlug hier auch die Brücke zum eingangs erwähnten Kinderhilfswerk Plan International, dem er „Zeit zu leben“ gewidmet hat. Anna Hillberg und Carolin Kern versorgten die Jugendlichen dann auch mit den Fakten rund um die Organisation Plan International und der Jugendgruppe „Plan Action“, die sich für die Kinderrechte in Entwicklungsländern einsetzen.

Redweik-Doppelstunde

Die Krönung der Redweik-Doppelstunde: Anhand der Informationen der Plan-Verantwortlichen führte der Musiker die Schüler in die Songwriting-Geheimnisse ein. Für den Mittelteil des Liedes „Zeit zu leben“ entwickelte er gemeinsam mit den Schülern neue Songtexte – wie zum Beispiel: „Gebt den Kindern ihre Rechte, setzt euch endlich für sie ein. Gebt ihnen eine Zukunft, denn genauso soll es sein.“ Nach dem Texten wurden die neu kreierten Strophen auch gleich eingesungen.

Fazit: „Für solche Schulstunden stellen wir uns immer gerne zur Verfügung“, fassten die stellvertretenden Schulleiterinnen Daniela Kohlbrecher (Wallenhorst) und Sabine Müller (Osnabrück) treffend zusammen.

Zu der Aktion gibt es auf os1.tv zwei Berichte:

Quelle: NOZ vom 11.03.2015

Schülerlotsen

Garant für einen sicheren Schulweg

Schülerlotsen an der Wallenhorster Realschule


Wer sich am Wallenhorster Schulzentrum auskennt, weiß: Hier ist unter der Woche besonders morgens viel los. Real- und Hauptschüler aus allen Ortsteilen strömen Richtung Schulzentrum, von den Wallenhorster Grundschülern sind viele zur Fuß unterwegs zur Katharinaschule. Dazu kommt reger Berufsverkehr sowie der morgendliche Ansturm der Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule oder zum Kindergarten fahren. Zwischen kurz nach sieben bis kurz vor acht herrscht hier Ausnahmezustand.

Um die Brisanz und die Gefahren für Schüler im Straßenverkehr zu diesen Stoßzeiten weiß Silke Altrogge. Sie ist Lehrerin an der Wallenhorster Realschule und betreut 48 Schüler ihrer Schule, die sich ehrenamtlich als Schülerlotse engagieren. Morgens in der Zeit von 7.35 Uhr bis 7.55 Uhr sorgen sie für die Sicherheit der Fußgänger rund um das Wallenhorster Schulzentrum. "Ich bin stolz, dass unsere Schülerlotsen so engagiert sind", sagt Altrogge und hebt dabei besonders die 16-jährigen Schülerinnen Sophia Iben und Laura Stern hervor. Die beiden Zehntklässlerinnen seien seit der siebten Klasse bei den Schülerlotsen, und auf sie sei jederzeit Verlass. Ebenso engagiert seien die 13-jährige Gina Tepe und der 14-jährige Colin Kriete aus der achten Klasse.

Auf die Frage, warum sich die vier Jugendlichen freiwillig für mehr Sicherheit im Straßenverkehr engagieren, sind sie sich einig: "Es macht Spaß. etwas Gutes zu tun!"

Morgens sei die Verkehrssituation in der Nähe der drei Schulen enorm angespannt, erklärt Sophia. Sie selbst sei schon in der ersten Zeit an der Realschule auf die Schülerlotsen aufmerksam geworden und habe sie bei der morgendlichen Arbeit gesehen. "Mir war ziemlich schnell klar: Da will ich auch mitmachen", erinnert sie sich. Auch ihre Mitschülerin Laura erging es ähnlich. Durch den Ansporn ihrer Klassenlehrerin Silke Altrogge, bekam sie die noch fehlende Motivation. Beide Mädchen meldeten sich für den freiwilligen Dienst und nahmen an einer praktischen und theoretischen Ausbildung, durchgeführt von der Polizei, teil.

"Wir haben gelernt, wie vorsichtig man sein muss, wenn man die Straße betritt, um Autos anzuhalten. Wichtig sind dabei die Geschwindigkeit der Fahrzeuge und der Abstand zu uns Lotsen", so Laura. Auch Gina und Colin gehören zu den begeisterten Lotsen und haben dieselbe Ausbildung genossen. Den beiden Achtklässlern macht ihr Job ebenso viel Freude, und Colin steht sogra jeden Morgen als Lotse bereit, falls jemand vom Dienstplan ausfällt.

"Ich brauche immer mindestens zwölf Schüler, um die wichtigsten Querungspunkte zu sichern", weiß Altrogge. Die Lotsen stehen am Kreis an der Grünen Wiese, am Zebrastreifen vor der Katharinaschule sowie am Boerskamp. "Am liebsten lotse ich vor der Grundschule", verrät Colin. Die kleinen Kinder seien immer sehr nett, würden sich herzlich bedanken, und auch die Eltern hätten oft ein gutes Wort oder ein dickes Lob für die Lotsen parat. Dem stimmen die drei anderen zu, un Gina erinnert sich: "Einmal haben wir sogar Schokolade als Dankeschön von der Oma eines kleinen Schülers bekommen. Darüber haben wir uns alle sehr gefreut."

Altrogge ist stolz  auf ihre Schüler und hofft, weiter Lotsen für dieses Ehrenamt gewinnen zu können. "Es macht echt Spaß, und man bekommt zusätzlich noch eine gute Note im Sozialverhalten auf dem Zeugnis", merken Sophia, Laura, Gina und Colin lachend an.

Autorin: J. v.d. Benken (NOZ vom 05.02.2015)

 

 

 

 

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