Profilwoche

Mit Sicherheit in die Berufswelt starten

Profilwoche an der Realschule Wallenhorst

Einen Überblick über aktuelle Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten durften sich die Neuntklässler der Realschule Wallenhorst machen. Im Zuge der schuleigenen Profilwoche besuchten die Schüler Berufs- und Fachschulen sowie Betriebe der Region.

Das Osnabrücker Logistikunternehmen Koch International lernten die Schülerinnen und Schüler des Profils Sprache (Französisch) kennen. Einen Vormittag lang erfuhren die Jugendlichen viele Details zu den unterschiedlichen Ausbildungsangeboten und den weltweiten Auftraggebern des Unternehmens. Auch durften sie einigen Mitarbeitern für Speditions- und Logistikdienstleistungen während der Arbeit über die Schultern schauen. Neben ihrem Berufsalltag erklärten sie den Schülern, wie wichtig Fremdsprachen in international agierenden Unternehmen sind.

"Es ist sehr interessant zu sehen, welche Berufe man hier ergreifen kann", meinte die 14-jährige Stefanie Heckmann. Zwar wolle sie selber nach ihrem Realschulabschluss eine weiterführende Schule besuchen, aber der Einblick in das Logistikunternehmen Koch habe sie beeindruckt. "Es gibt uns Schülern eine gewisse Sicherheit, wenn wir wissen, wie es in der Berufswelt aussieht", erklärte sie. Die ganze Woche habe ihr viel gebracht.

"Die Profilwoche gehört zur Berufsorientierung im 9. Jahrgang", erklärte Schulleiter Stefan Schmidt das Konzept. Dafür kooperiere die Realschule Wallenhorst mit Berufs- und Fachschulen sowie mit verschiedenen Betrieben aus der Region. Ziel sei es, den Schülern tiefere Praxiseinblicke in die jeweiligen Berufsfelder in den Profilen "Sprachen", "Gesundheit und Soziales" und "Technik" zu ermöglichen. Dazu habe man in diesem Jahr zum zweiten Mal mit den Kooperationspartnern die Profilwoche auf die Beine gestellt.

"Mir ist es wichtig, dass sich die jungen Menschen nicht nur schulisch mit ihren Profilen befassen, sondern auch sehen, wozu sie ihre Schwerpunkte im Berufsleben nutzen können", so Schmidt.

Quelle: NOZ vom 11.03.2015, Fotos: Jessica von den Benken

 

Die folgenden Schulen und Betriebe haben als Kooperationspartner teilgenommen:

  • Profil Sprachen: Sprachschule Eilert, Koch International
  • Profil Gesundheit und Soziales: Ameos Klinikum Osnabrück, Berufsbildende Schule Haste, Völkerschule Osnabrück
  • Profil Technik: Berufsbildende Schule Brinkstraße

Redweik

Popmusiker startet Schulaktion in Osnabrück und Wallenhorst

 

Schüler begeistert, Lehrer beeindruckt, Künstler entzückt – viel besser geht es eigentlich nicht: Der deutsche Pop- und Rockmusiker Robert Redweik war zwei Vormittage zu Gast in der Realschule Wallenhorst und in der Domschule Osnabrück, um zu musizieren, zu informieren und auf seine ganz spezielle Art zu unterrichten.

Die beiden Schulen waren die Premieren-Schauplätze einer etwas anderen Tour des Künstlers. Nach Wallenhorst und Osnabrück will Robert Redweik noch bis zum 17. April deutschlandweit weitere Schulen besuchen, um seine Aktion „Music for action“ zu präsentieren – in Kooperation mit Vertreterinnen des Kinderhilfswerks Plan International Deutschland und der dazugehörigen Jugendgruppe „Plan Action“.

Für einen Musiker sind derartige schulische Ausflüge keineswegs alltäglich. Und so musste Robert Redweik nach jeweils drei Doppelstunden in Wallenhorst (mit Siebtklässlern) und Osnabrück (mit Schülern aus den Klassen sieben bis zehn) auch erst einmal tief durchatmen: „Das war ein tolles und gelungenes Experiment.“

Wie findet man sich als Band?

Die Zutaten und Fragestellungen dieses Experiments: Wie findet man sich als Band? Was muss man alles tun, um professionell Musik zu machen? Reicht Talent allein aus? Welche Aufgabenverteilung herrscht hinter den Kulissen? Und vor allem eine ganz zentrale Frage: Wie werde ich überhaupt ein Popstar? Robert Redweik gab den Schülern Antworten und machte schnell deutlich, dass ein Sieg bei einer Casting-Show wie „Deutschland sucht den Superstar“ oder „The Voice of Germany“ vielleicht erstrebenswert sei, aber: „Was ist aus all den Siegern dieser Shows geworden?“, fragte der 31-Jährige provokant in den Klassenraum. Es gehöre schon viel mehr dazu, um dauerhaft in der manchmal als Haifischbecken verschrienen Branche Fuß zu fassen. Sein vereinfacht ausgedrücktes Rezept: „Songs, Songs, Songs.“ Immer wieder musikalisch abliefern. Langer Atem und etwas Glück könnten ebenfalls nicht schaden.

Es wurde nicht nur Theorie „gepaukt“

Apropos Songs. Es wurde nicht nur Theorie „gepaukt“. Robert Redweik präsentierte den Schülern live und akustisch seinen im vergangenen Jahr veröffentlichten Song „Zeit zu leben“. Der Künstler zeigte anhand dieses Liedes auf, wie sich Akustik- und Studioversion unterscheiden, wie sich ein klassischer Popsong überhaupt zusammensetzt. Robert Redweik schlug hier auch die Brücke zum eingangs erwähnten Kinderhilfswerk Plan International, dem er „Zeit zu leben“ gewidmet hat. Anna Hillberg und Carolin Kern versorgten die Jugendlichen dann auch mit den Fakten rund um die Organisation Plan International und der Jugendgruppe „Plan Action“, die sich für die Kinderrechte in Entwicklungsländern einsetzen.

Redweik-Doppelstunde

Die Krönung der Redweik-Doppelstunde: Anhand der Informationen der Plan-Verantwortlichen führte der Musiker die Schüler in die Songwriting-Geheimnisse ein. Für den Mittelteil des Liedes „Zeit zu leben“ entwickelte er gemeinsam mit den Schülern neue Songtexte – wie zum Beispiel: „Gebt den Kindern ihre Rechte, setzt euch endlich für sie ein. Gebt ihnen eine Zukunft, denn genauso soll es sein.“ Nach dem Texten wurden die neu kreierten Strophen auch gleich eingesungen.

Fazit: „Für solche Schulstunden stellen wir uns immer gerne zur Verfügung“, fassten die stellvertretenden Schulleiterinnen Daniela Kohlbrecher (Wallenhorst) und Sabine Müller (Osnabrück) treffend zusammen.

Zu der Aktion gibt es auf os1.tv zwei Berichte:

Quelle: NOZ vom 11.03.2015

Schülerlotsen

Garant für einen sicheren Schulweg

Schülerlotsen an der Wallenhorster Realschule


Wer sich am Wallenhorster Schulzentrum auskennt, weiß: Hier ist unter der Woche besonders morgens viel los. Real- und Hauptschüler aus allen Ortsteilen strömen Richtung Schulzentrum, von den Wallenhorster Grundschülern sind viele zur Fuß unterwegs zur Katharinaschule. Dazu kommt reger Berufsverkehr sowie der morgendliche Ansturm der Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule oder zum Kindergarten fahren. Zwischen kurz nach sieben bis kurz vor acht herrscht hier Ausnahmezustand.

Um die Brisanz und die Gefahren für Schüler im Straßenverkehr zu diesen Stoßzeiten weiß Silke Altrogge. Sie ist Lehrerin an der Wallenhorster Realschule und betreut 48 Schüler ihrer Schule, die sich ehrenamtlich als Schülerlotse engagieren. Morgens in der Zeit von 7.35 Uhr bis 7.55 Uhr sorgen sie für die Sicherheit der Fußgänger rund um das Wallenhorster Schulzentrum. "Ich bin stolz, dass unsere Schülerlotsen so engagiert sind", sagt Altrogge und hebt dabei besonders die 16-jährigen Schülerinnen Sophia Iben und Laura Stern hervor. Die beiden Zehntklässlerinnen seien seit der siebten Klasse bei den Schülerlotsen, und auf sie sei jederzeit Verlass. Ebenso engagiert seien die 13-jährige Gina Tepe und der 14-jährige Colin Kriete aus der achten Klasse.

Auf die Frage, warum sich die vier Jugendlichen freiwillig für mehr Sicherheit im Straßenverkehr engagieren, sind sie sich einig: "Es macht Spaß. etwas Gutes zu tun!"

Morgens sei die Verkehrssituation in der Nähe der drei Schulen enorm angespannt, erklärt Sophia. Sie selbst sei schon in der ersten Zeit an der Realschule auf die Schülerlotsen aufmerksam geworden und habe sie bei der morgendlichen Arbeit gesehen. "Mir war ziemlich schnell klar: Da will ich auch mitmachen", erinnert sie sich. Auch ihre Mitschülerin Laura erging es ähnlich. Durch den Ansporn ihrer Klassenlehrerin Silke Altrogge, bekam sie die noch fehlende Motivation. Beide Mädchen meldeten sich für den freiwilligen Dienst und nahmen an einer praktischen und theoretischen Ausbildung, durchgeführt von der Polizei, teil.

"Wir haben gelernt, wie vorsichtig man sein muss, wenn man die Straße betritt, um Autos anzuhalten. Wichtig sind dabei die Geschwindigkeit der Fahrzeuge und der Abstand zu uns Lotsen", so Laura. Auch Gina und Colin gehören zu den begeisterten Lotsen und haben dieselbe Ausbildung genossen. Den beiden Achtklässlern macht ihr Job ebenso viel Freude, und Colin steht sogra jeden Morgen als Lotse bereit, falls jemand vom Dienstplan ausfällt.

"Ich brauche immer mindestens zwölf Schüler, um die wichtigsten Querungspunkte zu sichern", weiß Altrogge. Die Lotsen stehen am Kreis an der Grünen Wiese, am Zebrastreifen vor der Katharinaschule sowie am Boerskamp. "Am liebsten lotse ich vor der Grundschule", verrät Colin. Die kleinen Kinder seien immer sehr nett, würden sich herzlich bedanken, und auch die Eltern hätten oft ein gutes Wort oder ein dickes Lob für die Lotsen parat. Dem stimmen die drei anderen zu, un Gina erinnert sich: "Einmal haben wir sogar Schokolade als Dankeschön von der Oma eines kleinen Schülers bekommen. Darüber haben wir uns alle sehr gefreut."

Altrogge ist stolz  auf ihre Schüler und hofft, weiter Lotsen für dieses Ehrenamt gewinnen zu können. "Es macht echt Spaß, und man bekommt zusätzlich noch eine gute Note im Sozialverhalten auf dem Zeugnis", merken Sophia, Laura, Gina und Colin lachend an.

Autorin: J. v.d. Benken (NOZ vom 05.02.2015)

Netzwerk MINT

Fünf Firmen unterstützen Netzwerk

Wallenhorster Initiative bündelt MINT-Aktivitäten in der Gemeinde

 

Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Forschung sowie der Bürgerstiftung präsentieren das Leuchtturm-Label als Symbol für das MINT-Netzwerk Wallenhorst. Foto: Gemeinde Wallenhorst

Unter dem Motto „Gemeinsam aktiv für unsere Zukunft“ kamen auf Initiative der Bürgerstiftung Wallenhorst Vertreter der Wallenhorster Schulen und Kindergärten, des Landkreises Osnabrück und der Gemeinde zur Gründung des „Mint-Netzwerkes Wallenhorst“ zusammen. Fünf Wallenhorster Unternehmer unterzeichneten am Ende der Veranstaltung eine gemeinsame Vereinbarung zur Unterstützung des Netzwerkes.

Bereits seit einigen Jahren warnen Wirtschaftsexperten vor einem deutlichen Mangel an Fachkräften in den MINT-Berufen, die ihre Schwerpunkte in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik haben: Einer aktuellen Befragung von 1000 deutschen Unternehmen zufolge gehören Handwerker, Ingenieure und Informatiker zu den Top 10 der am schwierigsten zu besetzenden Stellen. Die Bürgerstiftung hat die Bedeutung dieser Situation auch für die Wallenhorster Wirtschaft erkannt und bereits seit 2008 in Zusammenarbeit mit Unternehmen, Kindergärten und Schulen verschiedene MINT-Projekte aufgelegt. Auf das von Wolfgang Rabe initiierte Pilot-Projekt „Sandkasten-Ingenieure“ am Andreas-Kindergarten folgten, um nur einige zu nennen, die Initiative „Miss Mint“, die Mädchen an technische Berufe heranführen soll, und schließlich das Projekt „MINTeinander“ an Wallenhorster Kindergärten und Schulen zum Thema „Magnetismus“.

Von den Ergebnissen haben sich die Gäste der Veranstaltung in einem Technik-Parcours ein Bild gemacht. Erzieher, Lehrer und Kinder präsentierten im Rathaus ihre Projekte und Versuche, darunter auch Hale Lachnitt, als Leiterin des Fachbereichs Physik an der Alexanderschule verantwortlich für das „Magnetismus“-Projekt: „Vieles ist den Schülern bereits aus der Grundschule bekannt“, freute sich die Physiklehrerin über die ersten Früchte der MINT-Initiative. „Je früher der Einstieg in diese Thematik erfolgt, desto besser können wir an den weiterführenden Schulen darauf aufbauen“, betonte Lachnitt die Bedeutung der Bildungskette vom Kindergarten bis hin zur weiterführenden Schule.

„Diese Aktivitäten sollen unter einem Dach gebündelt werden“, erklärt Jochen Bruhn als Vorsitzender der Bürgerstiftung, die als Drehscheibe und Finanzierungsplattform auftritt, die Bedeutung des MINT-Netzwerkes Wallenhorst. Zugleich will man weitere Unternehmen für Kooperationen mit Schulen und Kindergärten, Durchführung von eigenen Projekten und Spenden gewinnen. Mit im Boot sind bereits die Wallenhorster Unternehmen Purplan, Rabe-System-Technik, Stavermann, Dachdecker Stefan Winter und Elektro-System-Technik. Ob das denn nicht etwas mager sei, fragte in einer Diskussionsrunde mit Vertretern aus Forschung, Politik und Wirtschaft der Moderator Felix Osterheider den Purplan-Geschäftsführer Andreas Sandmann, dessen Unternehmen die MINT-Initiative seit einigen Jahren unterstützt. „Es ist schwierig, andere Unternehmen zu überzeugen, sich zu engagieren“, gab dieser zu. Der Leidensdruck bei der Gewinnung von geeignetem Personal sei offensichtlich noch nicht da. Allerdings seien manche Projekte besonders für kleinere Unternehmen nicht einfach: „Schüler im Unternehmen intelligent zu beschäftigen ist schwer.“ Dafür fehle mitunter auch das Geld. „Deswegen ist das Netzwerk wichtig“, betonte Sandmann, der sich zugleich mehr Unterstützung durch die Berufskammern wünscht.

Quelle: NOZ, 21.10.2014


Ausbildungsplatzbörse 2014

Dachdecker lernen, oder doch Bäcker?

Wallenhorster Jobbörse brachte Firmen und Schüler zusammen

Die Ausbildungsplatzbörse der Wallenhorster weiterführenden Schulen hat sich zu einem überörtlichen Erfolgsmodell entwickelt. Unter den 40 Ausstellern fanden sich neben Wallenhorster Firmen auch zahlreiche aus Osnabrück, Lotte und Belm. Gleichzeitig beschränkten sich die Orientierung suchenden Schüler aus den Klassen acht bis zehn nicht auf Wallenhorst. Auch Bramscher Schüler kamen angereist.

Zum vierten Mal haben Alexanderschule, Realschule und die Gemeinde als Schulträger die Aula des Schulzentrums in eine Messehalle verwandelt. Da wird nicht nur theoretisch informiert, sondern auch gehämmert und gebohrt, geschweißt und gelötet. „Alle Aussteller sind, soweit sie handwerkliche Ausbildungsgänge anbieten, darauf eingerichtet, unseren Schülern anschauliche Einblicke in die Tätigkeitsfelder zu gewähren und sie selber ausprobieren zu lassen“, sagt Realschulleiter Stefan Schmidt. Gleichzeitig seien auch die sozialen und pflegenden Berufe nochmals stärker vertreten, was dem Realschul-Profil „Gesundheit und Soziales“ sehr entgegenkomme, ergänzt Fachbereichsleiter Hannes Kamp.

Für Alexander-Schulleiter Thomas Behning steht außer Frage, dass die Börse zu einem tragenden Baustein im Berufsorientierungskonzept beider Schulen geworden ist und großen Anteil daran hat, dass die Vermittlungsquote der Abschlussjahrgänge erfreulich hoch sei: „Kommunikation ist alles. Man kann gar nicht früh genug anfangen, Kontakte zu knüpfen. Und hier profitieren beide Seiten: Die Schüler lernen Ausbildungsberufe und Arbeitgeber kennen, und die Arbeitgeber sichern sich womöglich ihre künftigen Fachkräfte aus der Region“, so Behning.

Beim Rundgang merkt man, dass es den Schülern nicht darum geht, in kurzer Zeit möglichst viele Kugelschreiber und andere Werbeartikel abzugreifen, sondern sie sind in intensive Gespräche verwickelt. „Das liegt an der eingehenden Vorbereitung in den Klassen“, erläutert Schmidt, „jeder Schüler muss vorher eine Liste der Berufe anlegen, über die er sich informieren will, und diese Liste dann zielstrebig abarbeiten.“

Quelle: NOZ vom 02.10.2014

 

 

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