Bewerbertraining GEK

Vorbereitung aufs Berufsleben

Bewerbertraining an der Realschule Wallenhorst

Auf eine gute Vorbereitung für das spätere Berufsleben legt die Realschule Wallenhorst besonderen Wert. Das Schulprogramm ist so ausgerichtet, dass bereits ab der achten Klasse Wirtschaftsunterricht auf dem Stundenplan der Schüler steht.

Die Jugendlichen in diesem Jahrgang verbringen eine ganze Woche an der Berufsbildenden Schule in Bersenbrück und erstellen zusätzlich eine persönliche Kompetenzanalyse, um sich später für ein sogenanntes Profil entscheiden zu können. Als Profilbereiche stehen „Technik“, „Gesundheit und Soziales“ sowie „Sprachen“ zur Auswahl.

Gespür für Neigungen

Die Schüler sollen ein Gespür für ihre Neigungen bekommen und sich damit besser auf den Einstieg ins Berufsleben vorbereiten. In der neunten Klasse stehen Profilwochen und Praktika neben dem Regelschulstoff auf dem Lehrplan – ein Konzept, dass sich seit einigen Jahren erfolgreich bewehrt.

Kamera- und Bewerbertraining

Nun hieß es für die Schüler der zehnten Klassen im Rahmen ihrer Berufsorientierung „Kamera- und Bewerbertraining“. Drei Tage lang probten sie mit Profis den Ernstfall. Madeleine Erbe von der Volksbank Bramgau-Wittlage und Marc Unland von der Barmer GEK Osnabrück nahmen die Jugendlichen ordentlich in die Zange. „Wir gehen mit den Schüler alle möglichen Situationen durch, die in einem echten Vorstellungsgespräch auf sie zukommen könnten“, sagte Unland und erklärte: „Gerne fragen Personalchefs nach Stärken und Schwächen ihrer Bewerber. Wenn man so etwas weiß, kann man sich gut darauf vorbereiten.“ (Weiterlesen: Auch in Bramsche wird an der Berufsorientierung gearbeitet.)

Interessierte Schüler

Auch auf den ersten Blick unwichtige Dinge, wie beispielsweise eine korrekte Begrüßung oder angemessene Körperhaltung, besprachen die beiden Trainer ausführlich mit den durchweg interessierten Schülern.

Videoanalyse

Besonders spannend gestaltete sich das Training bei der abschließenden Videoauswertung. Jeder Schüler musste sich im Vorfeld einer unbekannten Frage in einem inszenierten Bewerbungsgespräch stellen. Das alles filmten die Trainer und analysierten Positives sowie Negatives gemeinsam im Klassenverband.

Realistische Situationen

„Ich war ziemlich nervös, als ich dran war“, gab die fünfzehnjährige Lea-Marie zu. Das Training sei aber richtig interessant und nun wissen sie auch, wie so ein Vorstellungsgespräch abläuft und sie müsse bei einem echten nicht mehr so aufgeregt sein. Immobilienkauffrau wolle sie werden, verriet sie weiter.

Weiterlesen: So lief das Bewerbertraining im vergangenen Jahr

Die 16-jährige Celina Meyer betrachtete das Training aus einer ganz anderen Perspektive. Sie möchte Groß- und Außenhandelskauffrau werden und habe schon einige Bewerbungsgespräche in den letzten Wochen hinter sich gebracht. „Das Training hier ist ziemlich realistisch“, sagte sie und fügte hinzu: „Mir macht es Spaß und wir haben hier auch schon Fragen besprochen, die mir noch nicht gestellt wurden.“

Weiterlesen: Interview mit Schulleiter Stefan Schmidt.

Julian Horoz (16 Jahre alt) hat ganz andere Pläne. Er wolle nach der zehnten Klasse zur Völker-Schule in Osnabrück gehen, um später Rechtsanwalt zu werden. Das Bewerbertraining sei für ihn wichtig, weil man sich auch an der dieser Schule bewerben müsse. „So bin ich gut vorbereitet“, sagte er zufrieden.

Positives Zeugnis

Am Ende der Trainingstage stellten Trainer und Lehrer den Jugendlichen ein positives Zeugnis aus. „Alle Schüler waren sehr motiviert und im Umgang miteinander offen und fair. Das war ein gutes und zielorientiertes Training“, meinte Sport- und Wirtschaftslehrer Harald Brinkmeyer zufrieden.

Quelle: NOZ vom 20.11.2015 (J. von den Benken)

Schulentwicklung

Schülerzahlen stabil

Wallenhorst behauptet sich als Schulstandort

Wallenhorst verliert nicht so viele Schüler wie befürchtet an die neue Integrierte Gesamtschule (IGS) in Bramsche. Diese Schlussfolgerungen aus den aktuellen Schülerzahlen zog mit reichlich Genugtuung der Vorsitzende des Wallenhorster Ausschusses für Kindergärten, Schulen und Bildung, Mark Brockmeyer (CDW, „Christlich, Demokratisch für Wallenhorst“) in der jüngsten Sitzung.

13 Schüler aus Wallenhorst besuchen im aktuellen Schuljahr die IGS in Bramsche. Konkurrenz macht die neue Schule aber offenbar nicht der Alexander(-Haupt)- und der Realschule am Wallenhorster Schulzentrum, sondern vor allem der Thomas-Morus-Schule in Haste. 34 Viertklässler aus Wallenhorst wechselten 2014/15 nach Haste, in diesem Jahr waren es nur noch 19. Und so kam es, dass der Anteil der Schüler, die in Wallenhorst bleiben, gestiegen ist: von 30,4 Prozent in 2014 (68 Schüler) auf 33,2 Prozent in diesem Jahr (79 Schüler).

„Überraschend“

Das kommentierte Brockmeyer als „überraschend“: „Offensichtlich gelingt es unseren Schulen, sich zu behaupten.“ Und warum? „Wir haben keine grundsätzlichen Schulstrukturdiskussionen geführt“, sagte Brockmeyer, „und unsere Schulen haben wirklich gute Arbeit geleistet.“

Realschule Wallenhorst legt zu

Vor allem die Wallenhorster Realschule konnte zulegen: von 19,2 Prozent (2014/15) auf 24,2 Prozent (2015/16). 47,5 Prozent der Wallenhorster Schüler wechselten zu Schuljahresbeginn auf ein Gymnasium, weit vorne liegen dabei Angela-Schule und Carolinum. Im Vorjahr waren es knapp 46 Prozent. (Weiterlesen: Bildungsreport für Belm, Bissendorf und Wallenhorst).

Schulzentrum attraktiver machen

An zwei Stellschrauben hatte die Gemeinde gedreht, um die Attraktivität ihres Schulzentrums zu erhöhen: Seit September 2014 schenkt sie den Wallenhorster Haupt- und Realschülern kostenlose Bustickets für Fahrten nach Osnabrück. Knapp 27000 Euro kostete das freiwillige Angebot im Schuljahr 2014/15. Auf Bitten des Elternvertreters Uwe Manteuffel hin hat die Gemeindeverwaltung nun auch aufgeschlüsselt, wie die Nutzung sich auf die einzelnen Ortsteile verteilt. In Hollage leben 40,9 Prozent der Haupt- und Realschüler, 40,7 Prozent ist der Anteil der Karten, die an Schüler in Hollage verteilt werden. In Lechtingen (14,8 Prozent Schülerschaft) ist der Anteil der Kartennutzung höher (17 Prozent), in Wallenhorst ebenfalls (23,5 Prozent der Schülerschaft, 27,8 Prozent der Karten), in Rulle (14 Prozent der Schülerschaft, 10,5 Prozent der Karten) ist der Anteil der Kartennutzung niedriger.

Zusätzliche Busse

Auf eigene Kosten hat Wallenhorst – ebenfalls vor einem Jahr – zusätzliche Schulbusse eingeführt, damit Schüler aus Rulle und Hollage nach der siebten und achten Stunde schneller nach Hause kommen. „Die zusätzlichen Busse werden angenommen; die Maßnahme hat gefruchtet“, bilanzierte jetzt Fachbereichleiter Rüdiger Mittmann. Von September bis Dezember 2014 kostete das 9700 Euro, für 2015 rechnet die Gemeindeverwaltung mit Kosten in Höhe von 30500 Euro.

Landkreis zahlt nicht

Dem Angebot vorausgegangen war eine Unterschriftenaktion von Eltern, deren Kinder die Realschule besuchen. Einige Kinder waren nachmittags mit dem Bus bis zu 60 Minuten nach Rulle und Hollage unterwegs – die Thomas-Morus-Schule in Haste war schneller zu erreichen. Laut Satzung des Landkreises, der für die Schülerbeförderung zuständig ist, sind 60 Minuten aber zumutbar. „Wir haben nachverhandelt. Der Landkreis hält sich an seine Satzung und macht keine Ausnahmen“, beantwortete Mittmann die Frage des CDU-Ratsherrn Franz-Josef Landwehr, ob denn nicht der Landkreis zahlen müsse. Landwehr hakte nach, immerhin sei doch jetzt ein ehemaliger Landkreis-Mitarbeiter Bürgermeister. Otto Steinkamp, der vor seinem Wahlsieg den Fachdienst Jugend im Kreishaus geleitet hatte, sagte mit dem Anflug eines Grinsens: „Geld haben die mir damals nicht mitgegeben.“

Quelle: NOZ vom 23.11.2015

Interview

"Diese Schule läuft"

Interview NOZ-Redakteurin J. von den Benken mit Schulleiter Stefan Schmidt

Seit 2012 leitet Stefan Schmidt die Wallenhorster Realschule. Der gebürtige Lohner ist 45 Jahre alt, Vater von vier Kindern und wollte eigentlich nach der 10. Klasse Diplom Musiker werden und nicht Lehrer. Heute erfüllt ihn sein Beruf als Schulleiter jedoch mehr denn je und die Musik hat er zu seinem Hobby gemacht. Im Interview mit unserer Redaktion spricht er über Besonderheiten seiner Realschule, Herausforderungen durch den Wandel und die Zukunft der klassischen Schulformen.

Foto: J. von den Benken

Was zeichnet Ihre Schule besonders aus?
Als ich hier vor gut drei Jahren Schulleiter werden durfte, war die Schule bereits gut aufgestellt. Meine Vorgängerin hatte klare Strukturen geschaffen, die ich gemeinsam und in Absprache mit meiner Stellvertreterin und dem Kollegium weiter definiert und ausgefüllt haben. Ein Schwerpunkt unserer Schulentwicklung der letzten Jahre war sicherlich die Stärkung der Berufsorientierung. Unsere Schule bereitet die Schüler durch vielfältige Maßnahmen bewusst auf den Einstieg in das Berufsleben vor, schließt dabei aber auch den anschließenden Besuch eines Gymnasiums nicht aus. Wir haben neben der anschließenden Berufsausbildung auch die weitere schulische Laufbahn unserer Schüler permanent im Blick. Das ist ein Aspekt, der uns sehr wichtig ist.

Was heißt denn Vorbereitung auf das Berufsleben konkret?
Wir haben beispielsweise die Berufsorientierung in den oberen Jahrgängen stark profiliert. Die Bereiche „Technik“, „Gesundheit und Soziales“ und „Sprachen“ wurden eingeführt. Das Profil „Wirtschaft“ hat sich allerdings bisher nicht durchsetzen können. Es wird von den Schülern einfach nicht angenommen. Die Berufsorientierung startet allerdings schon in Klasse acht – neben dem Wirtschaftsunterricht sind die Schüler eine Woche an der Berufsbildenden Schule in Bersenbrück und erstellen eine persönliche Kompetenzanalyse, mit deren Hilfe sie sich später für ein Profil entscheiden müssen. In Jahrgang 9 führen wir dann unter anderem die Profilwoche und zwei Praktika durch. Gerade die Profilwoche mit den verschiedenen Kooperationspartnern aus Schulen und Betrieben ist in dieser Form einzigartig und erfolgreich.

Und wie sieht das Konzept in den anderen Jahrgängen aus?
Wir setzen in jedem Jahrgang einen Schwerpunkt. In den fünften Klassen steht das Kennenlernen der Schule und unserer Lernmethoden sowie soziales Training neben den Unterrichtsinhalten laut Lehrplan auf dem Programm. In Klasse sechs findet die erste Neigungswahl mit der Einrichtung der Wahlpflichtkurse statt. Hierbei geht es darum, schon früh zu erkunden, welches Profil zum einzelnen Schüler passt Wir bieten im Jahrgang 6 momentan als Wahlpflichtfächer Informatik, Biologie, Werken, Kunst sowie Französisch an. Außerdem beschäftigen sich die Schüler weiter intensiv mit den Lernmethoden. Im Jahrgang sieben steht unser Sprachenprojekt „Lingua Project“ mit sogenannten Native Speakern (Muttersprachlern) auf dem Lehrplan. Eine Woche lang werden die Kinder von englischsprachigen Pädagogen unterrichtet. Am Ende der Woche findet eine entsprechende Präsentation in der Schule statt. Ab Jahrgang acht startet die Berufsorientierung. Zusätzlich nehmen unsere 8. Klassen an Jugendgemeinschaftstagen teil, um ein spezielles Thema wie Sucht, Medien oder Berufsorientierung intensiver erarbeiten zu können.

Herr Schmidt, über die klassischen Schulformen wird derzeit viel diskutiert. Sehen Sie für die Realschule Wallenhorst eine realistische Zukunft und macht Ihnen die neue IGS in Bramsche Konkurrenz?

Auch in diesem Schuljahr sind wir wieder mit drei fünften Klassen gestartet und das entgegen der Trendaussage. Das freut mich sehr. Bei einer durchschnittlichen Klassenstärke von 25 Schülern sind wir gut aufgestellt. Also ja, ich sehe eine Zukunft. Blickt man jedoch auf die letzten fünf Jahre zurück sind die Anmeldezahlen schon rückläufig. Die Konkurrenz ist groß. Sei es die private Oberschule in Haste, die IGS in Eversburg oder nun die neue IGS in Bramsche, die Schüler mit einer Realschulempfehlung aus Wallenhorst als weiterführende Schulen wählen können. Natürlich bereitet mir das Sorgen.

Kommen denn Schüler aus Osnabrück oder Bramsche im Gegenzug an ihre Schule?
Das würden sicher einige gerne tun. Nur leider setzt das Gesetz dem einen Riegel davor. Es geht dabei um bestehende Schulbezirke. Schüler dürfen nur ihre Schulbezirke verlassen, wenn es die von ihnen gewünschte Schulform nicht in der eigenen Gemeinde oder Stadt gibt. Wer also eine IGS oder Oberschule besuchen möchte, darf Wallenhorst verlassen und in Bramsche oder Osnabrück zur Schule gehen. Wer jedoch beispielsweise aus Icker oder Pye unsere örtlichen weiterführenden Schulen besuchen möchte, darf das nur mit einer Ausnahmegenehmigung, denn in Bramsche und Osnabrück gibt es auch Haupt- und Realschulen. Fakt ist also: Wir sehen, dass immer mehr Schulen um Wallenhorster Schüler werben, haben aber selbst keine Möglichkeit, von außen Schüler aufzunehmen. Das ist in dieser Form kein fairer Wettbewerb und schon eine belastende Situation. Hinzu kommt, dass ich in jedem Jahr vor den Anmeldeterminen von etlichen Eltern aus Randbezirken Anfragen erhalte, die Interesse an der Realschule Wallenhorst haben und ihre Kinder gerne zu uns schicken würden. Das geht jedoch leider nicht, hierzu bedarf es einer politischen Vereinbarung der betroffenen Schulträger, um die bestehenden Schuleinzugsbezirke zu ändern.

Wie grenzen Sie sich zur IGS und zur Oberschule ab? Also warum sollte ich mein Kind zur Realschule Wallenhorst schicken?
Wir grenzen uns durch die eingangs beschriebene Profilierung deutlich ab. Auch ist das System Realschule eine erprobte und bewährte Schulform. Wir müssen uns nicht mehr finden, definieren, neufinden, erneut umstrukturieren usw. Jeder der einmal etwas grundsätzlich Neues angefangen hat, weiß, wie viel Energie allein in das Schaffen funktionierender Strukturen geht. Unser Lehrerkollegium ist motiviert, etabliert und entwickelt die Schule auf den guten Strukturen weiter. Zusätzlich wird diese Schule sowohl von der Gemeindeverwaltung als auch von der Wallenhorster Politik getragen und nach besten Möglichkeiten unterstützt. Diese Schule läuft, wenn ich das so sagen darf (lacht). Aber wir bleiben auch nicht stehen. Unser System entwickelt sich kontinuierlich weiter. Auf jeder Lehrerversammlung wird beispielsweise der Punkt Schulentwicklung besprochen.

Könnten Sie sich vorstellen gemeinsam mit der Alexanderschule eine Oberschule zu bilden?
Diese Notwendigkeit sehe ich derzeit nicht. Die Frage muss immer sein, welchen Vorteil hat jeder einzelne Schüler von einer Zusammenlegung, wer profitiert davon? Die Osnabrücker Gesamtschulen betonen immer, dass sie gut funktionieren, weil sie innerhalb ihrer Schülerschaft die Gesellschaft abbilden. Das heißt, sie nehmen bis zu 60% Schüler mit Gymnasialempfehlung und bis zu 30% mit Realschulempfehlung auf. Wie viele leistungsschwächere Schüler und Schüler mit Unterstützungsbedarf verbleiben dann? Momentan sehe ich für Wallenhorst in einer Zusammenlegung keinen Vorteil. Im Gegenteil: Jeder Schüler wird bestmöglich gefördert. Die Durchlässigkeit ist in alle Richtungen gegeben. Die Zusammenarbeit mit der benachbarten Alexanderschule läuft gut und harmonisch. Wenn an der Alexanderschule beispielsweise noch AG-Plätze im Ganztag wie bei der Mofa-AG frei sind, können interessierte Realschüler dort mitmachen. Auch haben wir spezielle Angebote wie die Juleica-AG, die wir gemeinsam organisiert und durchgeführt haben.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft ihrer Schule?
Das wir so bleiben dürfen wie wir sind und uns auch weiterhin kontinuierlich weiterentwickeln. Die Realschule Wallenhorst wird von Schülern und Eltern gut angenommen. Das sollten wir nicht aus ideologischen Gründen zerstören.

Quelle: NOZ vom 26.10.2015 (hier: ungekürztes Interview)

Polenaustausch 2015

„Mile witany“ heißt „Herzlich willkommen!“

Schülergruppe aus der polnischen Partnergemeinde zu Gast

Der Schüleraustausch zwischen dem Gymnasium Stawiguda und der Realschule Wallenhorst blüht, wächst und gedeiht. Bereits zum 15. Mal ist eine Schülergruppe aus der polnischen Partnergemeinde zu Gast. Ganz offiziell empfing Bürgermeister Otto Steinkamp, angetan mit schwerer Amtskette, die 19 jungen Damen und Herren im Ratssitzungssaal, wo sie sich in das Goldene Buch der Gemeinde eintrugen.

„Mile witany“, der polnische Willkommensgruß, ging dem Bürgermeister fehlerfrei über die Lippen, wie die polnische Begleiterin Ewa Dragun ihm bescheinigte. Sie unterrichtet genau wie die zweite Begleitlehrerin Malgorzata Wolszczak die deutsche Sprache am Gymnasium Stawiguda. Alle Schüler, die mitfahren wollen, müssen mehrere Jahre Deutschunterricht genossen haben. Der Run auf die begehrten Plätze sei so groß, dass man sich ein Auswahlverfahren überlegen musste, sagte Dragun, und da gehe es nun nach der Zensur im Fach Deutsch.

Zu der Beliebtheit des Austauschs trage auch bei, dass die Reise kostenlos für die Schüler ist, erläuterte die Realschul-Konrektorin Daniela Kohlbrecher. Das deutschpolnische Jugendwerk, der Landkreis Osnabrück und die Gemeinde Wallenhorst tragen alle Kosten. Übrigens auch in der anderen Richtung, wenn im Frühjahr die Neunt- und Zehntklässler aus Wallenhorst die Reise zu den polnischen Nachbarn antreten. Unterbringungskosten fallen sowieso nicht an, da man in Gastfamilien schläft. Die Gäste haben bereits einen Empfang im Kreishaus absolviert und den Zoo besucht. Neben Unterrichtsbesuchen und sportlichen Herausforderungen beim Bowling und im Kletterwald Nettetal erwarten sie noch eine Führung in Osnabrück und ein Ausflug nach Hamburg.

Quelle: NOZ vom 25.09.2015

Tag der offenen Tür 2015

Gesundheit und Bewegung

Tag der offenen Tür an der Realschule Wallenhorst gut besucht

Ganz im Zeichen von Gesundheit und Bewegung stand der diesjährige Tag der offenen Tür an der Realschule Wallenhorst. Aufgeregtes Treiben herrschte gleich zu Beginn der Veranstaltung, die sich durchgängig über interessierte Besucher freuen konnte.

Joana (hinten) aus der Projektgruppe „Kräuterküche“ erklärt Jana (Mitte) und Alina (links) was man über Gewürze
wissen sollte. Foto: Jessica von den Benken

„Tanzen durch die Zeit“ hieß das Motto in der Aula zu dem eine Gruppe von Schülern Line Dance, Pata Pata und Hip Hop-Tänze aufführten. Eine Etage höher ging es grün und duftend in der „Kräuterküche“ zu. „Was könnte das für ein Gewürz sein?“, fragte die 14-jährige Joana zwei Neunjährige. Die Schülerinnen Jana und Alina rieben das frische Grün zwischen ihren Fingern und waren sich schnell einig. „Das riecht nach Maggi“, sagten beide und ernteten dafür spontanes Lob von  Joana.

„Und was ist das hier?“, fragte sie und reichte den beiden ein weiteres Blatt. „Das riecht nach Zitrone“, meinten sie, wie aus einem Mund, und Joana antwortet lachend: „Genau, das ist Zitronenmelisse.“

Ihr Wissen über gesunde Ernährung, Gemüse, Kräuter und Gewürze erlangte die Realschülerin Joana während der drei Projekttage, die dem Tag der offenen Tür vorangingen. Während der Projekttage konnten alle Schüler der Wallenhorster Schule zwischen 18 unterschiedlichen Projektangeboten nach ihren Interessen und Neigungen wählen. Die Projektergebnisse präsentierten alle 18 Gruppen dann während des Nachmittags.

Orientierungsläufe, Sportabzeichen, Spiele aus Holz, Bewegung auf Rollen, Solarrennen, ein Bewegungsparcours oder auch ein Erste-Hilfe-Kurs boten den Besuchern ein abwechslungsreiches Programm.

Die verschiedenen Aktionsstände kamen bei den Besuchern gut an. Viele wollten sich zusätzlich während des Nachmittags auch einen Eindruck über die Schule selbst machen. „Wir sind hier, weil für unseren Sohn bald der Schulwechsel ansteht“, erklärte Stefan Jünger und wartete mit seiner Familie auf eine Schulführung von Schulleiter Stefan Schmidt. Er gewährte den interessierten Eltern einen Einblick in das Fächerangebot und stellt die Fachbereiche der weiterführenden Schule sowie die Grundsätze der pädagogischen Arbeit vor.

 

 

 

 

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