Krimi-Dinner die Zweite

Krimi-Dinner der besonderen Art in der Realschule Wallenhorst

Die Realschule Wallenhorst hat am 13.03., 14.03. und 15.03.2013 drei Veranstaltungen des Krimi-Dinners „Don Calzone“ von Isabella Leicht zugunsten eines gemeinnützigen Zweckes aufgeführt. Die Spenden dieses Abends gehen an die Aktion „Kinder in Not – Niedersachsen hilft“ des Radiosenders Hitradio Antenne.

Aus Anlass seines 60. Geburtstags hat der allseits geachtete Don Calzone seine näheren und weitläufigeren Verwandten und Freunde zu einem gemeinsamen Essen eingeladen. Der Einladung sind 60 Gäste gefolgt. Sie haben sich in der entsprechend hergerichteten Aula der Realschule Wallenhorst, im „ristorante o sole mio“ eingefunden, um gemeinsam mit dem Don zu feiern. Was dann jedoch im ristorante passierte – damit hätte wohl keiner der Anwesenden vorher gerechnet. Doch von Anfang an …

Um 18.00 Uhr steht bereits ein Großteil der geladenen Gäste vor der Eingangstür der Realschule Wallenhorst. Pünktlich um 18.00 Uhr (und keine Minute früher) öffnen sich die Türen. Der Hausherr, Schulleiter Stefan Schmidt begrüßt jeden einzelnen Gast – wie es bei einer italienischen Familienfeier in einem schön hergerichteten Restaurant Tradition ist und zum guten Stil gehört natürlich per Handschlag.

Im Foyer erwarten die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen die Gäste mit einem Glas Prosecco oder Orangensaft. Bevor die Gäste zu ihren Plätzen durchgelassen werden, lassen es sich der Don, die engsten Familienangehörigen und Freunde der Familie nicht nehmen, jeden Gast einzeln entsprechend willkommen zu heißen. Einige der Gäste erhalten ein kleines Präsent und werden somit im Laufe des Abends eine besondere Rolle spielen; sie dürfen die Leichen heraustragen, einen Toten entdecken usw. Bei schöner italienischer Musik und Kerzenschein setzen sich alle Gäste nach und nach an ihre Tische und warten gespannt auf das Erscheinen des Don. Und dann geht’s los. Nacheinander treten die Ehrengäste auf und setzen sich an den Geburtstagstisch: Angela und Angelo, die Nichte und der Neffe des Don, der schon leicht angetrunkene Cousin der Cousine des Don, der Schotte Scott MacPuff, die beiden besten Männer des Don, Luca und Toni, die sich immerfort streiten und der Hausanwalt Schlowanni, der gekonnt den Abend moderiert. Nachdem sich alle am Ehrentisch versammelt haben, betritt der Don den Saal und lässt sich gebührend feiern – mit reichlich Applaus und einem später aus dem Stehgreif intonierten Geburtstagslied aller Gäste. Zu guter Letzt trifft eine alte Freundin des Don ein, die bezaubernde Principessa.

Doch dann nimmt das Unglück seinen Lauf. Angela verlässt wutentbrannt den Raum und wird kurze Zeit später tot auf der Toilette aufgefunden, ertränkt in der Kloschüssel! Noch denken alle, im weiteren Verlauf des Abends wird es darum gehen, den Mörder zu finden und dingfest zu machen. Aber weit gefehlt: Die Gäste müssen mit ansehen, wie in schöner Regelmäßigkeit ein Ehrengast nach dem anderen das Zeitige segnen muss. Jedem wird schnell klar, dass es gerade nicht darum geht, den oder die Mörder zu finden, sondern festzustellen, wer am Ende übrig bleibt und so den Don beerben kann – oder nutzt der Don etwa die Gelegenheit und entledigt sich hier seiner Konkurrenten?

 

So sehen die Gäste in jedem der vier Akte mindestens zwei Tote und dürfen sich in den Pausen mit drei leckeren Gängen stärken und über die Mordmotive mit den Tischnachbarn rätseln und diskutieren. Im letzten Akt geht es dann aber ganz schnell: Mariella, das stumme undurchsichtige Hausmädchen, findet plötzlich ihre Sprache wieder und entledigt sich dem schon sicher geglaubten neuen Don, dem Anwalt Schlowanni. So bleibt sie als Einzige übrig, in ihrem ristorante o sole mio! Ach ja, Mariella erläutert den Gästen auch noch ihr Motiv: Sie ist die Tochter des ehemaligen Erzfeindes des Don und möchte zusammen mit ihrem Liebhaber, bezeichnenderweise heißt dieser Berluscampi, Sizilien verändern!

Neben der großartigen schauspielerischen Leistung der Schülerinnen und Schüler unter der Leitung der Theaterpädagogin Anja Mewes sind insbesondere das Essen und der Service hervorzuheben. Die drei Gänge „Bruschetta, Penne all’arrabiata und Panna Cotta mit Himbeersoße“ wurden unter der Leitung der Lehrerin Barbara Bäumer mit Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen gekocht. Eine echte Meisterleistung. Sehr schmackhaft, reichlich und das Hauptgericht für alle heiß serviert! Insgesamt ein sehr gelungenes Menü und ein riesiges Kompliment an die Köchinnen und Köche. Für 60 Gäste auf den Punkt zu kochen, da muss man schon den Hut ziehen!

Die Bedienung der Gäste haben Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen übernommen. Eingewiesen von Lehrkräften unter der Leitung von Daniela Kohlbrecher. Allein wie die Schülerinnen und Schüler sich gekleidet und zurechtgemacht haben – mit weißem oder schwarzem Top oder Hemd und einer roten oder schwarzen Schürze. Jedes Restaurant hätte sie eingestellt! Und der eigentliche Service? Perfekt abgestimmt. Die Teller wurden schnell an die vielen Gäste verteilt, freundlich haben die Schüler nach Getränkewünschen gefragt und dezent auf leere Gläser reagiert.

Die Veranstaltung war nicht als gewinnbringende Schulveranstaltung geplant, sondern als Event der Realschule, als ein ganz besonderes Erlebnis, an das sich die Schülerinnen und Schüler auch in 20 Jahren noch erinnern können. Aus diesem Grund hat die Realschule auf einen großen Eintrittspreis verzichtet und auf freiwillige Spenden auf der Veranstaltung gesetzt. Aus Schülerkreisen kam zusätzlich einige Wochen vor den Aufführungen die Idee, eine Spendensammlung zugunsten der Aktion „Kinder in Not – Niedersachsen hilft“ zu organisieren und mit der Spendensammlung auf den Krimi-Dinner-Veranstaltungen zu kombinieren. Alle gesammelten Spenden werden so nach Abzug der Kosten für die Deko-Materialien und für die Lebensmittel der oben genannten Aktion übergeben. Zusätzlich hat die Realschule in der Woche der Krimi-Dinner alle Schülerinnen und Schüler und deren Eltern und Erziehungsberechtigte zu einer kleinen Spende im Rahmen des Osterfestes aufgerufen. Weitere Spenden nimmt die Realschule natürlich auch weiterhin entgegen.

Insgesamt eine rundum sehr gelungene und bemerkenswerte Veranstaltung. Die Realschule kann stolz sein auf solch großes Engagement aller Beteiligten und muss sich vor nichts und niemandem verstecken! Wie heißt es so schön „Das war ganz großes Kino“. Man muss kein Prophet sein, um festzustellen, dass das mit den Veranstaltungen verbundene Ziel sich erfüllen wird: Alle beteiligten Schülerinnen und Schüler werden sich lange an diese Abende erinnern. Eine nachhaltige Aktion, die auch zukünftig Früchte tragen wird.

 

 

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