Schülerzahl an der Realschule Wallenhorst konstant

Schulen möchten mit der Politik in das Gespräch kommen

Die Schülerzahl an der Realschule Wallenhorst ist im aktuellen Schuljahr identisch mit der im Schuljahr zuvor. „Das ist ein schöner Trend vor allem vor dem Hintergrund, dass der neu aufgenommene fünfte Jahrgang als geburtenschwach zählt. Wir haben nach den ersten Prognosen um Weihnachten herum nicht mit 60 Schülerinnen und Schülern rechnen können“, so der Schulleiter der Realschule Stefan Schmidt.

 

Der Schulleiter der Realschule Wallenhorst Stefan Schmidt sieht die Entwicklung der Schülerzahlen positiv

Eigentlich hätte die Realschule nach den angemeldeten Schülerzahlen sogar drei Klassen eröffnen können, da die inklusiv beschulten Kinder für die Klassenbildung doppelt zählen. „Mit 61 zählenden Schülerinnen und Schülern liegen wir über der Teilungsgrenze von 30 pro Klasse. Die Teilung ist in diesem Fall jedoch von der Landesschulbehörde genehmigungspflichtig. Da wir bereits jetzt wissen, dass zwei Schüler die Schule aufgrund eines Wohnortwechsels verlassen werden, hat die Landesschulbehörde die Bildung von drei Klassen nicht genehmigt“, erläutert Schmidt weiter. Eine vor allem in der Corona-Zeit mit allen Abstands- und Hygienemaßnahmen herausfordernde Situation. „Die fünften Klassen müssen sich sicherlich noch in die veränderte Situation nach dem Wechsel aus den eher kleinen Grundschulklassen einfinden. Das ist für alle nicht immer einfach, aber wir arbeiten intensiv an der positiven Entwicklung.“

Auswirkungen auf die Schülerzahl an der Realschule hat auch die Corona-Situation im vergangenen Schuljahr. Aufgrund der Schwierigkeiten in Bezug auf die Bewertung der Schüler durch das Homeschooling haben alle Schulen im Zweifel für den Schüler bewertet, so dass bei fast allen die Versetzung ausgesprochen wurde. „Aus diesem Grund haben wir in diesem Jahr recht wenige Neuzugänge in den Jahrgängen 7 – 9. Die gleichbleibende Gesamtschülerzahl sehen wir deshalb als sehr positiven Trend. Unter normalen Umständen wäre die Schülerzahl wohl sogar gestiegen!“, so Schmidt.

Die vom Gemeindeelternvertreter Thorsten Peters angesprochene Gefahr der Abwanderung zu den neu gebildeten Oberschulen in der Stadt Osnabrück sieht Schmidt gelassen: „Die Eltern aus Wallenhorst konnten aufgrund der fehlenden Schuleinzugsbezirke in Wallenhorst ihre Kinder schon immer an jeder Realschule in Osnabrück anmelden. Andererseits konnten beispielsweise die Pyer Eltern ihre Kinder nur mit einer umfangreichen Ausnahmegenehmigung an unserer Realschule anmelden. Das wird sich ab dem kommenden Schuljahr ändern. Dann dürfen alle Osnabrücker Eltern ihre Kinder in Wallenhorst anmelden.“

Sehr wohlwollend hat die Realschule die Aussage von Ratsmitglied Michael Lührmann (CDW) aufgenommen. Demnach müsse die Gemeinde langfristig dafür Sorge tragen, dass unser Schulstandort attraktiv bleibe. Die beiden Schulleiter im Schulzentrum haben aus diesem Grund alle im Rat vertretenen Fraktionen zu einer Begehung der in die Jahre gekommenen naturwissenschaftlichen Fachräume eingeladen. Diese müssen nach Ansicht beider Schulen auch aus Konkurrenzgründen mit anderen Schulstandorten dringend saniert werden. Schmidt geht davon aus, dass die Politik diese bereits geplanten und momentan „auf Eis“ gelegten Sanierungen auch vor der Aussage „der langfristigen Attraktivität“ schnell vorantreiben wird. „Denn wo ist das Geld der Wallenhorster Steuerzahler besser aufgehoben als in den Wallenhorster Schulen und somit in unseren Nachwuchs?“, fragt Schmidt abschließend.

 

 

 

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