Generationenwerkstatt

Dachdecker zimmert eine Brücke zwischen den Generationen

Startschuss für die Generationenwerkstatt bei Hörnschemeyer Dächer

Junge Menschen, erfahrene Handwerker und Unternehmer kommen zusammen und profitieren voneinander, das ist die Idee der GenerationenWerkstatt. In Wallenhorst sieht das zurzeit konkret so aus: Drei Jugendliche der Realschule Wallenhorst arbeiten gemeinsam mit einem erfahrenen Meister des Unternehmens Hörneschemeyer Dächer in der Werkstatt. Sie bauen Sitzmöbel für ihre Schule. Dabei lernen die Achtklässler das Unternehmen kennen und schaffen dort etwas unternehmensspezifisch Neues. Unterstützt und angeleitet von Zimmerermeister Karsten Schulenborg entdecken sie ihre praktischen und sozialen Fähigkeiten. Die GenerationenWerkstatt vermittelt schwerpunktmäßig den Jungen in begeisternder Weise einen Zugang zum Handwerk, ohne die Mädchen zu bremsen.

Drei Schüler der Realschule Wallenhorst schnuppern Handwerkerluft bei Hörnschemeyer Dächer

Für Adnan Zuna, Maxim Kasper und Lea-Marie Knochenwefel war Anfang Februar ihr erster Arbeitstag in der Generationenwerkstatt von Hörnschemeyer Dächer. Sechs Wochen lang werden die drei Schüler der Realschule Wallenhorst jeweils einen Nachmittag das Handwerk des Dachdeckers und Zimmerers kennenlernen. Geschäftsführerin Ina Hörnschemeyer freut sich auf die kommenden Wochen: „Die Generationenwerkstatt ist ein tolles Projekt, um dem Nachwuchs das regionale Handwerk nahezubringen, nicht zuletzt als lohnenswerten Ausbildungsberuf.“ Johannes Rahe, Vorsitzender der Ursachenstiftung, bekräftigt: „Um genau solche Unternehmen wie Hörnschemeyer geht es uns, die sich stark machen für ihr Handwerk und jungen Menschen mit einer qualifizierten Ausbildung eine Zukunft bieten.“

Immer mittwochs arbeiten die Schüler drei Stunden gemeinsam mit Karsten Schulenborg. Nach und nach sollen sie dabei ihre handwerklichen Stärken kennenlernen und gezielt geschult werden. „Die drei sind motiviert und haben richtig Bock“, freute sich der erfahrenen Zimmermeister am ersten von sechs gemeinsamen Nachmittagen. Wenn das so bleibt, steht dem gemeinsamen Ziel nichts im Wege. Bis Mitte März sägen und hämmern die Schüler in der Werkstatt Hörnschemeyer nach Maß. Dann sollen mehrere Sitzgarnituren aus Paletten fertig gezimmert Ihr Platz in der Realschule ist bereits reserviert. „Das passt gut“, bekräftigt Schulleiter Stefan Schmidt. „Die Schülervertretung hat bereits vor zwei Monaten nach mehr Sitzmöglichkeiten gefragt.“

Projekt der Ursachenstiftung baut Brücken zwischen Generationen

Bei der Generationenwerkstatt der Ursachenstiftung geht es immer um zwei Seiten – die Schüler und die Handwerksbetriebe. Beide erhalten beim Projekt der Ursachenstiftung die Chance, einander kennenzulernen. Schüler können ihre Begeisterung für das Handwerk entdecken und sich früh beruflich orientieren. Betriebe werden in ihrer Nachwuchsförderung unterstützt. Im Zentrum steht der generationenübergreifende Ansatz. Erfahrene Mitarbeiter geben ihr Wissen an die Schüler weiter – eben über Generationen hinweg. „Im Grunde kann man sagen: Bei Hörnschemeyer werden nun nicht nur Möbel, sondern auch eine Brücke zwischen den erfahrenen Mitarbeitern und den Neulingen gezimmert“, freut sich Rahe. Und wenn es nach den ersten Erfahrungen geht, vielleicht kommen die Mitarbeiter der Generationenwerkstatt ja schon im nächsten Schuljahr als Praktikanten und bald als Auszubildende in das Wallenhorster Familienunternehmen zurück. Nicht erst dann wäre das Projekt für alle Seiten ein großer Gewinn.

 

 

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