„Geschenke mit Herz“ sind unterwegs

Wallenhorster erfüllen 377 Weihnachtswünsche

Zwischenstation Weihnachtsbaum Realschule: Liebevoll verpackte Geschenke sind das Ergebnis einer Weihnachtsaktion des Fördervereins FAND. Um die Verteilung kümmern sich (von links) Ruth Möller, Daniela Kohlbrecher und Ulrike Gärtner. Foto: Jörn Martens

Bald werden diese Geschenke unter einem Weihnachtsbaum liegen – in Wallenhorster Familien oder Single-Haushalten, die über kein sehr großes Budget für Weihnachtsgeschenke verfügen. Die vom Förderverein der evangelischen Andreasgemeinde (FAND) initiierte Geschenkaktion ist jetzt auf der Zielgeraden. Die von Geschenkpaten erfüllten Wünsche laufen an die Einrichtungen zurück, die die Wünsche vermittelt haben, und werden von dort rechtzeitig vor dem Fest an die Empfänger geleitet.

So läuft das Verfahren ab: FAND bat soziale Einrichtungen quer durch alle Ortsteile und Konfessionen, mitzumachen, indem sie Bedürftige aus ihrem Betreuungskreis ansprechen und zum Ausfüllen eines Wunschzettels ermuntern. Kirchengemeinden, Kindergärten, Schulen, Jugendhilfevereine und Seniorenheime in Wallenhorst beteiligten sich. Nur die vermittelnde Einrichtung erkennt über einen Code, wer der Wünschende ist – so wird die Anonymität gewahrt.

Geschenkpaten am laufenden Band

Der Wallenhorster Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende war der Ort, der die Wunschzettel und die Geschenkpaten zusammenbrachte. Am FAND-Stand hatten Weihnachtsmarktbesucher Gelegenheit, die Ordner mit den gesammelten Wunschzetteln – aufgeteilt nach Senioren, „Mittelalter“ und Kindern - durchzusehen und als Geschenkpate einen Wunsch zu übernehmen. 377 Wunschzettel gingen ein, so viele wie noch nie zuvor in den acht Jahren, in denen „Geschenk(t) mit Herz“ läuft. „Erst hatten wir große Sorgen, ob es gelingen würde, alle Wünsche unterzubringen“, sagte die stellvertretende FAND-Vorsitzende Ulrike Gärtner, „aber von der Minute an, wo wir unsere Bude aufklappten, kamen am laufenden Band Geschenkpaten ganz gezielt zu uns und erlösten uns von unseren Sorgen – am Sonntagabend waren alle Wunschzettel weg.“ Ruth Möller vom FAND-Vorstand ergänzte: „Auf die Wallenhorster ist wieder hundertprozentig Verlass gewesen, man kann dafür nur dankbar sein.“

Wertschätzung

Die Realschule Wallenhorst diente als Zwischenstation für die Wunschpakete an Empfänger aus dieser Schule und aus dem benachbarten St. Raphael-Kindergarten. Kindergarten-Leiter Patrick Huesmann hat sie durchgezählt: für alle 14 Wunschzettel sind die entsprechenden Geschenkpakete eingetroffen. „Was mir besonders aufgefallen ist in diesem Jahr: Da wurden nicht irgendwelche ‚Baby born-‘ oder „Annabell“-Puppen gewünscht, die nicht unbedingt lebensnotwendig sind, sondern ganz elementare Dinge wie zum Beispiel ‚Hausschuhe Größe 28‘.“ Ähnliche Beobachtungen machte Daniela Kohlbrecher von der Realschule: „Relativ wenig Schnickschnack stand auf unseren 20 Wunschzetteln, sondern Handfestes wie Schulfüller oder Winterschuhe.“ Was beide besonders beeindruckt hat, ist die liebevolle Verpackung und die häufig außen angebrachten kleinen Beigaben wie Plätzchen, Schoko-Kugeln oder kleine Figuren. „Auch das tut den beschenkten Kindern gut, weil es eine Wertschätzung widerspiegelt, die sie sonst meist nicht im Überfluss haben“, sagte Daniela Kohlbrecher.

Quelle: NOZ vom 23.12.2016

 

 

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