MINT Netzwerk bekommt Besuch

Wanka lobt „MINT“-Netzwerk

Kindergärten und Schulen bieten aufeinander abgestimmte Unterrichtsmodule an

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka (CDU), zeigte sich bei ihrem Besuch in der Gemeinde Wallenhorst tief beeindruckt von dem hier aufgebauten „MINTeinander“-Netzwerk zur Förderung der Ausbildung in den MINT-Fächern. Von Joachim Dierks

Bild:     Bildungsministerin Wanka (Mitte) lässt sich von Lea (links) und Henri (rechts) zeigen, wie man eine Fahrradbirne zum Leuchten bringt. MdL Clemens Lammerskitten und MdB Mathias Middelberg (links und rechts neben der Ministerin) versuchen ebenfalls, noch etwas zu lernen. Foto: Michael Gründel

WALLENHORST. Das „MINTeinander“-Netzwerk (MINT ist die Abkürzung für Mathematik-Informatik-Naturwissenschaften-Technik), bestehend aus Andreas-Kindergarten, Johannisschule, Alexanderschule und Realschule und unterstützt von Bürgerstiftung, Firmen und Gemeindeverwaltung, präsentierte sich in einer Werkhalle der Firma Purplan. Purplan-Geschäftsführer Andreas Sandmann ist Gründungsmitglied einer Unternehmerinitiative, deren Ziel es ist, dem Fachkräftemangel in der mittelständischen Wirtschaft entgegenzuwirken. „Ich dachte, ich durchlaufe hier eine normale Betriebsbesichtigung, und dann das“, zeigte sich die Ministerin freudig überrascht. Vor ihr tat sich eine Reihe von Tischen mit physikalischen Versuchsanordnungen auf, hinter denen jeweils Kinder aus den Bildungseinrichtungen gespannt darauf warteten, dem Gast aus Berlin demonstrieren zu dürfen, was sie etwa über Elektrizität oder Magnetismus gelernt hatten. Von Tisch zu Tisch wurden die auf den Boden aufgeklebten symbolischen Fußabdrücke immer größer, um die altersmäßige Abfolge vom Kindergarten bis hin zu Berufsschule und Ausbildungsplatz zu verdeutlichen. Gleich am ersten Tisch versuchten Henri und Lea aus dem Andreas-Kindergarten, eine Glühbirne zum Leuchten zu bringen. Irgendwie wollte es nicht klappen. „Wahrscheinlich ist die Birne kaputt“, tröstete Wanka die Fünf- und den Sechsjährigen, doch dann griffen die Studierenden Josefin Budke und Alexander Mizuk ein. Sie drehten die Birne etwas fester, und siehe da, es ward Licht. Budke und Mizuk gehören zu den Instruktoren, die gegen mäßiges Honorar im Andreas-Kindergarten kleine „Sandkasten-Ingenieure“ für technische Abläufe begeistern. Das von dem Wallenhorster Unternehmer Wolfgang Rabe gesponserte Projekt war vor acht Jahren die Initialzündung für die mittlerweile vielfach ausgezeichneten MINT-Aktivitäten in der Gemeinde. Al s Mathematik-Professorin ist Wanka sozusagen eine geborene Fürsprecherin der MINT-Initiativen und brauchte nicht lange aufgeklärt zu werden, worum es geht. Als sie dann aber in einem schwungvollen Vortrag von der Fachbereichsleiterin Naturwissenschaften/Mathematik an der Alexanderschule, Hale Ünlü-Lachnitt, erfuhr, wie perfekt verzahnt die MINT-Angebote in den einzelnen Bildungsstufen sind, war sie baff. „Diese konsequente Kette, vom Kindergarten über die Schulformen bis hin zur betrieblichen Ausbildung, das ist wirklich einmalig, darauf können Sie stolz sein“, sagte Wanka. Besonders erfreut habe sie auch, mit welcher Begeisterung die Kinder ihre Versuche präsentiert hätten. „Alle wollten das gerne“, sagte Ünlü-Lachnitt, „wir mussten auslosen, wer heute hier dabei sein durfte.“

Quelle: NOZ, 05.03.2016

 

 

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