Schulentwicklung

Schülerzahlen stabil

Wallenhorst behauptet sich als Schulstandort

Wallenhorst verliert nicht so viele Schüler wie befürchtet an die neue Integrierte Gesamtschule (IGS) in Bramsche. Diese Schlussfolgerungen aus den aktuellen Schülerzahlen zog mit reichlich Genugtuung der Vorsitzende des Wallenhorster Ausschusses für Kindergärten, Schulen und Bildung, Mark Brockmeyer (CDW, „Christlich, Demokratisch für Wallenhorst“) in der jüngsten Sitzung.

13 Schüler aus Wallenhorst besuchen im aktuellen Schuljahr die IGS in Bramsche. Konkurrenz macht die neue Schule aber offenbar nicht der Alexander(-Haupt)- und der Realschule am Wallenhorster Schulzentrum, sondern vor allem der Thomas-Morus-Schule in Haste. 34 Viertklässler aus Wallenhorst wechselten 2014/15 nach Haste, in diesem Jahr waren es nur noch 19. Und so kam es, dass der Anteil der Schüler, die in Wallenhorst bleiben, gestiegen ist: von 30,4 Prozent in 2014 (68 Schüler) auf 33,2 Prozent in diesem Jahr (79 Schüler).

„Überraschend“

Das kommentierte Brockmeyer als „überraschend“: „Offensichtlich gelingt es unseren Schulen, sich zu behaupten.“ Und warum? „Wir haben keine grundsätzlichen Schulstrukturdiskussionen geführt“, sagte Brockmeyer, „und unsere Schulen haben wirklich gute Arbeit geleistet.“

Realschule Wallenhorst legt zu

Vor allem die Wallenhorster Realschule konnte zulegen: von 19,2 Prozent (2014/15) auf 24,2 Prozent (2015/16). 47,5 Prozent der Wallenhorster Schüler wechselten zu Schuljahresbeginn auf ein Gymnasium, weit vorne liegen dabei Angela-Schule und Carolinum. Im Vorjahr waren es knapp 46 Prozent. (Weiterlesen: Bildungsreport für Belm, Bissendorf und Wallenhorst).

Schulzentrum attraktiver machen

An zwei Stellschrauben hatte die Gemeinde gedreht, um die Attraktivität ihres Schulzentrums zu erhöhen: Seit September 2014 schenkt sie den Wallenhorster Haupt- und Realschülern kostenlose Bustickets für Fahrten nach Osnabrück. Knapp 27000 Euro kostete das freiwillige Angebot im Schuljahr 2014/15. Auf Bitten des Elternvertreters Uwe Manteuffel hin hat die Gemeindeverwaltung nun auch aufgeschlüsselt, wie die Nutzung sich auf die einzelnen Ortsteile verteilt. In Hollage leben 40,9 Prozent der Haupt- und Realschüler, 40,7 Prozent ist der Anteil der Karten, die an Schüler in Hollage verteilt werden. In Lechtingen (14,8 Prozent Schülerschaft) ist der Anteil der Kartennutzung höher (17 Prozent), in Wallenhorst ebenfalls (23,5 Prozent der Schülerschaft, 27,8 Prozent der Karten), in Rulle (14 Prozent der Schülerschaft, 10,5 Prozent der Karten) ist der Anteil der Kartennutzung niedriger.

Zusätzliche Busse

Auf eigene Kosten hat Wallenhorst – ebenfalls vor einem Jahr – zusätzliche Schulbusse eingeführt, damit Schüler aus Rulle und Hollage nach der siebten und achten Stunde schneller nach Hause kommen. „Die zusätzlichen Busse werden angenommen; die Maßnahme hat gefruchtet“, bilanzierte jetzt Fachbereichleiter Rüdiger Mittmann. Von September bis Dezember 2014 kostete das 9700 Euro, für 2015 rechnet die Gemeindeverwaltung mit Kosten in Höhe von 30500 Euro.

Landkreis zahlt nicht

Dem Angebot vorausgegangen war eine Unterschriftenaktion von Eltern, deren Kinder die Realschule besuchen. Einige Kinder waren nachmittags mit dem Bus bis zu 60 Minuten nach Rulle und Hollage unterwegs – die Thomas-Morus-Schule in Haste war schneller zu erreichen. Laut Satzung des Landkreises, der für die Schülerbeförderung zuständig ist, sind 60 Minuten aber zumutbar. „Wir haben nachverhandelt. Der Landkreis hält sich an seine Satzung und macht keine Ausnahmen“, beantwortete Mittmann die Frage des CDU-Ratsherrn Franz-Josef Landwehr, ob denn nicht der Landkreis zahlen müsse. Landwehr hakte nach, immerhin sei doch jetzt ein ehemaliger Landkreis-Mitarbeiter Bürgermeister. Otto Steinkamp, der vor seinem Wahlsieg den Fachdienst Jugend im Kreishaus geleitet hatte, sagte mit dem Anflug eines Grinsens: „Geld haben die mir damals nicht mitgegeben.“

Quelle: NOZ vom 23.11.2015

 

 

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