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Wallenhorster Initiative bündelt MINT-Aktivitäten in der Gemeinde

 

Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Forschung sowie der Bürgerstiftung präsentieren das Leuchtturm-Label als Symbol für das MINT-Netzwerk Wallenhorst. Foto: Gemeinde Wallenhorst

Unter dem Motto „Gemeinsam aktiv für unsere Zukunft“ kamen auf Initiative der Bürgerstiftung Wallenhorst Vertreter der Wallenhorster Schulen und Kindergärten, des Landkreises Osnabrück und der Gemeinde zur Gründung des „Mint-Netzwerkes Wallenhorst“ zusammen. Fünf Wallenhorster Unternehmer unterzeichneten am Ende der Veranstaltung eine gemeinsame Vereinbarung zur Unterstützung des Netzwerkes.

Bereits seit einigen Jahren warnen Wirtschaftsexperten vor einem deutlichen Mangel an Fachkräften in den MINT-Berufen, die ihre Schwerpunkte in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik haben: Einer aktuellen Befragung von 1000 deutschen Unternehmen zufolge gehören Handwerker, Ingenieure und Informatiker zu den Top 10 der am schwierigsten zu besetzenden Stellen. Die Bürgerstiftung hat die Bedeutung dieser Situation auch für die Wallenhorster Wirtschaft erkannt und bereits seit 2008 in Zusammenarbeit mit Unternehmen, Kindergärten und Schulen verschiedene MINT-Projekte aufgelegt. Auf das von Wolfgang Rabe initiierte Pilot-Projekt „Sandkasten-Ingenieure“ am Andreas-Kindergarten folgten, um nur einige zu nennen, die Initiative „Miss Mint“, die Mädchen an technische Berufe heranführen soll, und schließlich das Projekt „MINTeinander“ an Wallenhorster Kindergärten und Schulen zum Thema „Magnetismus“.

Von den Ergebnissen haben sich die Gäste der Veranstaltung in einem Technik-Parcours ein Bild gemacht. Erzieher, Lehrer und Kinder präsentierten im Rathaus ihre Projekte und Versuche, darunter auch Hale Lachnitt, als Leiterin des Fachbereichs Physik an der Alexanderschule verantwortlich für das „Magnetismus“-Projekt: „Vieles ist den Schülern bereits aus der Grundschule bekannt“, freute sich die Physiklehrerin über die ersten Früchte der MINT-Initiative. „Je früher der Einstieg in diese Thematik erfolgt, desto besser können wir an den weiterführenden Schulen darauf aufbauen“, betonte Lachnitt die Bedeutung der Bildungskette vom Kindergarten bis hin zur weiterführenden Schule.

„Diese Aktivitäten sollen unter einem Dach gebündelt werden“, erklärt Jochen Bruhn als Vorsitzender der Bürgerstiftung, die als Drehscheibe und Finanzierungsplattform auftritt, die Bedeutung des MINT-Netzwerkes Wallenhorst. Zugleich will man weitere Unternehmen für Kooperationen mit Schulen und Kindergärten, Durchführung von eigenen Projekten und Spenden gewinnen. Mit im Boot sind bereits die Wallenhorster Unternehmen Purplan, Rabe-System-Technik, Stavermann, Dachdecker Stefan Winter und Elektro-System-Technik. Ob das denn nicht etwas mager sei, fragte in einer Diskussionsrunde mit Vertretern aus Forschung, Politik und Wirtschaft der Moderator Felix Osterheider den Purplan-Geschäftsführer Andreas Sandmann, dessen Unternehmen die MINT-Initiative seit einigen Jahren unterstützt. „Es ist schwierig, andere Unternehmen zu überzeugen, sich zu engagieren“, gab dieser zu. Der Leidensdruck bei der Gewinnung von geeignetem Personal sei offensichtlich noch nicht da. Allerdings seien manche Projekte besonders für kleinere Unternehmen nicht einfach: „Schüler im Unternehmen intelligent zu beschäftigen ist schwer.“ Dafür fehle mitunter auch das Geld. „Deswegen ist das Netzwerk wichtig“, betonte Sandmann, der sich zugleich mehr Unterstützung durch die Berufskammern wünscht.

Quelle: NOZ, 21.10.2014


 

 

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