Lingua-Project

Englische Woche an der Realschule

Pilotprojekt mit Muttersprachlern erfolgreich

Deutsch sprechen ist tabu: Eine ganze Woche im Zeichen der englischen Sprache erlebten die Siebtklässler der Wallenhorster Realschule. Fünf Schultage lang von morgens, acht Uhr, bis 15.30 Uhr übernahmen sogenannte „Native Speaker“ (Muttersprachler) während des Projektes „Lingua-Projects“ den Unterricht in der gesamten Jahrgangsstufe.

In Kleingruppen mit maximal 15 Schülern fand eine Kombination aus interaktivem Sprachtraining und abwechslungsreicher Projektarbeit statt – und das ausschließlich auf Englisch. „Das war für uns ein Pilotprojekt“, sagte Schulleiter Stefan Schmidt und erklärte: „Ab dem kommenden Schuljahr steht für alle Schüler der Klassen zehn eine mündliche Abschlussprüfung im Fach Englisch an.“ Ziel dieser Projektwoche sei es daher, den Schülern Angst und Hemmungen in Umgang mit der Fremdsprache zu nehmen und sie so schon früh auf die anstehende Prüfung vorzubereiten. „Da die Native Speaker kein Deutsch sprechen können, sind die Kinder gezwungen, sich auf Englisch zu verständigen“, hob Schmidt hervor. Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe es gut funktioniert. So meinte die 14-jährige Amelie Beiderkellen: „Mein Englisch ist auf jeden Fall in dieser Woche besser geworden.“ Erst habe sie Hemmungen beim Sprechen gehabt, schnell sei es jedoch besser gegangen. Von lustigen Spielen, gemeinsamem Sport und Kochaktionen berichtete die Schülerin. „Auf so eine Woche hätte ich noch einmal Lust“, sagte sie überzeugt.

Auch Muttersprachlerin Amy Dixon gefiel die Woche mit den Wallenhorster Realschülern. Die gebürtige Neuseeländerin zeigte sich erfreut von den Fortschritten der Schüler im Umgang mit der englischen Sprache. Begeistert berichtete die Lehrerin von einer Tour gemeinsam mit den Kindern durch Wallenhorst. Drei weitere Native Speaker aus den USA, Australien und Großbritannien gehörten ebenfalls zum Trainerteam.

Zum Abschluss der Projektwoche präsentierten die Schüler ihr neues Können bei einem Auftritt in der Schulaula. Neben Sketchen und kleinen Szenen aus Theaterstücken gaben die Jugendlichen auch einen Überblick über die bunten Aktionen der gesamten Woche. „Ich bin mehr als zufrieden“, resümierte Schmidt und betonte: „Es ist wirklich eine Leistung, sich eine Woche lang nur auf Englisch zu verständigen.“ Gerne würde er die Native Speaker fest in den Lehrplan der Schule integrieren. Hierzu sei die Realschule jedoch auf die Mitarbeit der Eltern und auf Sponsoren angewiesen. „100 Euro kostet dieses Programm pro Schüler“, so Schmidt. Durch die Unterstützung einiger Sponsoren habe die Schule die Kosten für das Projekt auf 60 Euro senken können. Für die Zukunft könne Schmidt sich beispielsweise eine Klassenfahrt gemeinsam mit den Muttersprachlern vorstellen.

 Quelle: NOZ (Fr. von den Benken) vom 02. Juli 2014

 

 

 

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