Kompetenzfeststellung

 „Let’s MINT!“ wirbt in Wallenhorst

Den drohenden Fachkräftemangel der Deutschen Wirtschaft zu bekämpfen – dieses Ziel hat sich die Unternehmensinitiative „Let’s MINT“ gesetzt. An der Realschule Wallenhorst hatten Schüler kurz vor den Herbstferien die Möglichkeit, die vielen Facetten eines technischen Berufes kennenzulernen.

Die Schüler der achten Klasse sollten dabei vor allem ihre eigene Begabung für die sogenannten MINT-Berufe erkennen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). „Bei den in Wallenhorst getesteten Schülern haben 69 Prozent gute bis sehr gute Voraussetzungen für einen technischen Beruf“, sagte Andrea Bornhütter-Kassen, Geschäftsführerin von „Let’s MINT“. Allerdings sei es sehr wichtig, diese Begabung rechtzeitig zu fördern, betonte sie, denn viele Jugendliche redeten sich ein, Technik sei nichts für sie.

Um den Schülern Mut zu machen und sie für einen MINT-Beruf zu begeistern hat „Let’s MINT“ zwei Tests entwickeln lassen: einen, der den Jugendlichen Aufschluss über ihre Persönlichkeit und ihr soziales Verhalten gibt, einen anderen, der sich mit konkreten Aufgaben aus dem technischen Bereich befasst. Die Ergebnisse der zwei Tests wurden den Schülern von sogenannten Scouts präsentiert und mit ihnen besprochen. Dass diese Scouts nicht etwa Lehrer, sondern Studenten waren, habe es den Schülern einfacher gemacht, Nachfragen zu stellen, berichtete Schulleiter Stefan Schmidt. Schmidt erhofft sich von dem Projekt mit „Let’s MINT“, dass sich mehr Schüler für das technische Profil der Realschule begeistern. Die MINT-Berufe seien nun mal einer der Wirtschaftszweige, die am meisten Fachkräftenachwuchs benötigten.

Gerade Mädchen seien im technischen Profil, das die Schüler am Ende der achten Klasse wählen können, drastisch unterrepräsentiert, bedauerte Schmidt. „Let’s MINT“ biete den Schülern außer den Tests als Einstieg verschiedene Möglichkeiten, in technische Berufe hineinzuschnuppern, sagte Andrea Bornhütter-Kassen. Besonders wichtig sei die Möglichkeit, durch Probearbeiten praktische Arbeit kennenzulernen. Außerdem bemühe man sich um einen lebendigen Austausch zwischen Auszubildenden und Schülern.

Ludger Glosemeyer von der Agentur für Arbeit hofft, dass die Schüler die Testergebnisse zur Orientierung nutzen. Dies sei dann ein gutes Fundament, auf dem man in der Berufsberatung aufbauen könne. Die Agentur für Arbeit fördert das Projekt in der Realschule Wallenhorst zu 50 Prozent. Außerdem beteiligt sind der Landkreis Osnabrück, die Volksbank Bramgau, die Bürgerstiftung Wallenhorst sowie der Förderverein der Realschule.

Quelle: noz, 04.10.2013

 

 

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