Bewerbertraining

Fit für das Berufsleben

Jugendliche der Realschule Wallenhorst erhalten Bewerbungszertifikate

Zwanzig Neuntklässler der Wallenhorster Realschule haben an einem Bewerbungstraining teilgenommen und jetzt ihre Zertifikate erhalten. Auf dem Weg dahin brachten die Schüler nicht nur ihre Mappe auf den neuesten Stand, sondern stellten sich auch einem Bewerbungsgespräch bei der Spedition Koch.

Mit der Aussicht auf ein Praktikum und vielleicht sogar auf eine Ausbildungsstelle.

Wie man eine Bewerbung schreibt, lernt jeder Schüler dieser Realschule in der achten Klasse. Doch wie man eine Bewerbung verfasst, die einem Unternehmen bleibenden Eindruck hinterlässt und Anforderungen entspricht, diese Informationen gibt es bei Jürgen Fluhr. Er ist Profi für Karriereplanung und berät auch Top-Manager.

Die Teilnahme an dem Training war freiwillig, aber nicht kostenfrei. Um die 50 Euro pro Person aufzubringen, zahlt die Gemeinde je 20 Euro, der Förderverein der Realschule 20 Euro und die restlichen zehn Euro der einzelne Schüler. Cordula Proft ist die Vorsitzende des Fördervereins: „Seit vier Jahren haben wir jetzt das Angebot, zehn Wochen lang investieren die jungen Männer und Frauen zwei Schulstunden wöchentlich.“

„Die erste Stunde ist für die Schüler erst einmal Horror“, erläutert Jürgen Fluhr. Der Ruller stellt gern die klassische Frage eines Vorstellungsgesprächs: „Warum soll ich Sie einstellen?“ Anschließend erklärt er ihnen, dass niemand in der freien Wirtschaft auf sie wartet und dass der einzige Weg zu einer Ausbildungsstelle Eigeninitiative ist. Das stimmt natürlich nicht so ganz, wie Jana Schützchen bestätigt, Leiterin Personalwesen bei Koch. „Auf der einen Seite möchten wir Schülern helfen, auf der anderen Seite machen wir keinen Hehl daraus, dass wir Auszubildende brauchen.“ Kaufmännische Angestellte wollten noch viele werden, aber bei den Lageristen und anderen gewerblichen Berufen werde es schon enger.

Dafür, dass Jürgen Fluhr die 14- bis 16-Jährigen zu Beginn demoralisiert, schwärmte er am Ende von der Gruppe in den höchsten Tönen: „Die waren toll, fleißig, diszipliniert und interessiert.“ Den jungen Menschen gefiel es auch. „Hat Spaß gemacht und war hilfreich“, sagten die meisten Schüler übereinstimmend. Aileen Bartke machte ihre Sache am besten. Sie legte die beste Mappe vor und überzeugte im Vorstellungsgespräch. Wenn sie möchte, kann sie jetzt ein Praktikum bei Koch machen. Wenn sie das nicht möchte, schaut Jürgen Fluhr die Bewerbung für eine andere Stelle auch durch. „Das ist mein Abschlussangebot.“

Quelle: noz, 18.05.2014

 

 

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung in der oberen Menüleiste.
Ok