Englische Woche

Bereits zum dritten Mal haben wir eine englische Sprachwoche durchgeführt und damit ein Stück „englische Kultur“ zu uns geholt.

Die Durchführung englisch-sprachiger Schultheaterstücke ist inzwischen weit verbreitet und wird auch in unserer Schule regelmäßig durchgeführt. Aber mit einer Sprach-Erlebniswoche, in deren Verlauf die Schülerinnen und Schüler nur Englisch sprechen, gehen wir einen großen Schritt weiter.

Die Ergebnisse dieses Projekts stellten die 47 Schülerinnen und Schüler des siebten Jahrgangs ihren Mitschülerinnen und -schülern, den Eltern und den Förderern des Projekts kurz vor den Osterferien in der Aula vor. Die Vorstellung reichte von einer dynamischen Casting-Show à la Topmodel bis zu kurzweiligen englischsprachigen Sketchen. In den kurzen Szenen konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihre Schauspieltalente präsentieren, sondern auch zeigen, dass sie sich in der englischen Sprache durchaus verständigen und unterhalten können.

„Das war echt gut und hat viel Spaß gemacht“, war der einheitliche Tenor der Schülerinnen und Schüler. Sie hätten nicht nur viel gelernt, sondern jetzt auch mehr Mut, sich in der englischen Sprache zu äußern. Damit bestätigen diese Aussagen die Erwartungen, die sich nach den guten Erfahrungen der Vorjahre wieder an die „Native-Speaker-Woche“ des Lingua-Project geknüpft haben.

Mit Unterstützung der Muttersprachler, der drei Native Speaker aus den USA hatten unsere Realschülerinnen und -schüler in drei Kleingruppen die Möglichkeit, ihre mündlichen Englischkenntnisse geradezu spielend zu verbessern.

Während sie sich von Montag bis Freitag in täglich acht Schulstunden mit angenehmen Dingen wie Sport und Spielen beschäftigten, sprachen sie ausschließlich Englisch. Football, die Herstellung von Chocolate-Chip-Cookies, den typisch amerikanischen Schokoladenplätzchen, sowie eine „town-tour“, bei der die Schülerinnen und Schüler ihren Gästen Wallenhorst und seine Sehenswürdigkeiten auf Englisch nahebrachten, bereiteten allen Beteiligten Vergnügen.

„Wenn man Spaß hat, lernt man am leichtesten“, erklärt Schulleiter Stefan Schmidt das Erfolgsrezept, mit dem durch das Projekt die Kinder zum Sprechen „gezwungen“ werden. Und Silke Altrogge, die Fachleiterin für Englisch an unserer Schule, unterstreicht: „Ein ganz großer Vorteil dieser Woche ist es, dass die Schüler völlig stressfrei, ohne korrigiert oder bewertet zu werden, die Kommunikationskraft der englischen Sprache erleben. Da wir nicht nach England fahren, holen wir uns so ein Stück England in die Schule“.

Es gebe keinen Leistungsdruck, wohl aber die Notwendigkeit, sich verständlich zu machen, da die drei Native Speakers kein Deutsch sprächen. Damit werde auch der Grundstein für eine „exzellente Vorbereitung“ auf die mündlichen Abschlussprüfungen am Ende der Schulzeit gelegt. Dieses Argument überzeugt auch die Eltern, die trotz Unterstützung durch den schulischen Förderverein, die Bürgerstiftung und die vielen weiteren Sponsoren und Eigeninitiativen jeweils etwa 45 Euro für das Projekt bezahlten. Die Sponsoren waren nach der Aufführung positiv überrascht. Einmütig äußerten alle Anwesenden, dass das Geld in dieses Projekt und damit in die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler sehr gut angelegt sei.

 

 

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