Sally Perel

Sally Perel  zu Gast in der Realschule

„Ihr alle seid Zeitzeugen.“ So schloss Sally Perel seinen fesselnden Vortrag in der Realschule. Vor 155 8. und 9. Klässlern der Realschule und der Alexanderschule berichtete er aus seinem Leben.

Mucksmäuschenstill war es in der Pausenhalle der Realschule Wallenhorst – so still wie sonst nur  außerhalb der Schulzeit. Konzentriert und gebannt  lauschten die Schüler.

Seit mehr als 10 Jahren organisiert die Volkshochschule Osnabrück Vorträge von Sally Perel.  Der in Israel lebende jüdische Schriftsteller kommt trotz seines hohen Alters von 89 Jahren regelmäßig  nach Deutschland.  In Schulen berichtet er über seine Jugend während der Zeit des Nationalsozialismus. Er überlebte den Holocaust, indem er sich als Arier, als reinrassiger Deutscher, ausgab und unerkannt blieb. „Ich war der Hiltlerjunge Salomon“ ist der Titel seines Buches, das auch verfilmt wurde.


Doch Sally Perel  beschränkte sich nicht nur auf die Darstellung seines Lebens. Seine Botschaft war deutlich: „ Ihr seid nicht schuld an den Verbrechen der Nationalsozialisten“, sagte er den Schülern. „Aber: Passt auf, dass so etwas nie wieder passiert. Fallt nicht auf die Lügen der Neonazis herein, die euch weißmachen, Auschwitz habe es nie gegeben. Zeitzeugen wie ich sterben aus, deshalb seid ihr ab jetzt Zeitzeugen.“

Dass das Interesse echt war, zeigte sich am Ende:  Riesengroß war der Andrang beim aufgebauten Büchertisch. 60 Schüler kauften sein Buch und ließen es sich signieren.

Gesponsert wurde diese Veranstaltung freundicherweise von der Bürgerstiftung.

Autorin: B. Holtmann

 

 

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