Stille Pause

Stille Pause in der Adventszeit

Zu einer etwas anderen Pause im Advent trafen sich interessierte Schülerinnen und Schüler der Realschule Wallenhorst. An jedem Montag der Adventswochen fand in der ersten großen Pause jeweils eine kurze Zeit der Stille und des Nachdenkens statt. Zwischen 25 und 45 Fünft- bis Zehntklässler versammelten sich in der adventlich hergerichteten Schülerbücherei, um für kurze Zeit die Hektik des Schullebens hinter sich zu lassen.

In diesen Viertelstunden ging es etwa um das Thema „Engel“. Die Schüler stellten sich die Frage: Wer sind Engel? Gibt es sie überhaupt? Oft sind es Menschen wie du und ich, die von Gott in unser Leben geschickt werden. Doch erkennen wir sie wirklich? Wahrscheinlich nicht! Entweder nehmen wir ihre Hilfe als selbstverständlich an oder wir übersehen, dass sie uns helfen wollen. Die Schüler sollten in einigen Minuten der Stille über die Fragen nachdenken: Wo gab es in meinem Leben schon einmal Engel? Wer war für mich ein Engel? Anschließend hatten sie die Möglichkeit einem Mitschüler oder Lehrer per „Engels-Post“ ein Wort der Ermutigung oder des Dankes für geschenkte „Engels-Dienste“ zu schreiben, die dann am nächsten Tag in der Schule verteilt wurden.

In der zweiten Adventspause standen „Glaube, Liebe, Hoffnung und Frieden“ im Mittelpunkt des Geschehens. Eine Geschichte erzählte von den vier Kerzen, die Glaube, Liebe, Hoffnung und Frieden symbolisieren und sich angesichts der Ereignisse auf Erden für überflüssig hielten und keine Kraft mehr zum Brennen hatten. Doch ein junges Mädchen gab ihnen Zuversicht zurück, sodass die Kerzen mit großer Freude und strahlendem Glanz wieder brannten. Im Anschluss an die Erzählung benannten die Schülerinnen und Schüler, was ihnen zusätzlich zu Glaube, Liebe, Hoffnung und Frieden wichtig scheint. Sie nannten z.B. Familie, Freunde, Arbeit und Gesundheit. Dann beschrifteten sie Kerzen aus Papier mit ihren persönlichen Gedanken, die sie später in der Schule an den Pausenhallenfenstern anbrachten, sodass ihre Kerzen für die Schulgemeinschaft als „Sinnlicht“ in der dunklen Jahreszeit „leuchteten“.  

Den Abschluss der besonderen Pausen bildete eine Meditation über das Thema „Licht“. Dabei stand der Symbolgehalt einer Kerze im Vordergrund. Eine Kerze spendet durch ihr Brennen Licht und Wärme, gibt aber gleichzeitig etwas von sich her und verbraucht sich. Gleich einer Kerze kann der Mensch seinen Sinn darin finden, für andere Menschen etwas hergeben zu können. Freude, Herzlichkeit, Lachen oder auch Traurigkeit, sprich alle Facetten des Lebens können aus einer neuen Perspektive mit den Mitmenschen geteilt werden. Und dabei tritt oft Unerwartetes im Sinne des folgenden Sprichwortes ein: „Wer sich selbst verschenkt, wird reicher.“ Die Schüler beschrifteten einen Stern und versahen diesen mit einem Teelicht, um sich an diese Inhalte auch später noch erinnern zu können und einen kleinen „Mutmacher“ vor Augen zu haben.

Damit klang eine etwas andere Gestaltung der Adventszeit aus. Bewusst sollte ein kleiner Gegenpol zur Hektik der Vorweihnachtszeit gesetzt und die Adventszeit als eine Zeit der Stille und Besinnung herausgestellt werden. Wir glauben wieder einmal ein gelungener Versuch. Den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern jedenfalls haben diese gestalteten Pausen gut gefallen.

Autorin: D. Kohlbrecher

 

 

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